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IP-Centrex: IP-Centrex Fazit - Die Probe aufs Exempel

Warum sollten Unternehmen heute noch in eine eigene Telefonie-Infrastruktur investieren und sich mit deren Administration belasten, wenn sie Sprachanwendungen auch bedarfsgerecht, flexibel und zu transparenten Kosten von einem Provider als webbasierten Service beziehen können? Vor dem Hintergrund dieser Fragestellung hat die funkschau-Redaktion die mittelständische Musterfirma Show & Funk entworfen. Anbieter virtueller Telefonanlagen präsentieren ihre Lösungskonzepte.

Bildquelle: © fotolia.com/funkschau

Obwohl der Marktanteil von IP-Centrex gegenüber klassischen PBX-Systemen noch relativ gering ist, häufen sich die Angebote virtueller Telefonanlagen. Thomas Haydn, Leiter Produktmarketing der Teles: „Wir glauben, dass IP-Centrex in Deutschland kurz vor dem Durchbruch steht. Die komplette Telefonanlage als Dienstleistung aus der Cloud zu erhalten, ist aus vielen Gründen ein unwiderstehlicher Gedanke. Ein starkes Argument ist die Flexibilität. Die Zahl der Nebenstellen lässt sich monatsweise nach Bedarf anpassen. Das Unternehmen zahlt nur, was es benötigt. Ein weiteres Argument ist die einfache Standortanbindung. Hinzu kommt die einfache Wartung, denn es müssen keine Außendienst-Mitarbeiter mehr zum Kunden fahren.“

Anlass genug für die funkschau, sich in einer ersten Musterfirma-Ausschreibung [1]  einen Überblick über IP-Centrex-Angebote zu machen. Insgesamt acht Anbieter virtueller Telefonanlagen haben an der Ausschreibung teilgenommen und innerhalb der vergangenen Monate ihr ganz individuelles Lösungskonzept vorgestellt: Nfon [2], Placetel [3], QSC [4], Reventix [5], Teamfon [6], Toplink [7], Vionetworks [8]und Vodafone [9]. Neben Fragen zur allgemeinen Standortvernetzung und Centrex-Verwaltung galt es auch die Einbindung von Callcenter- und Home-Office-Mitarbeiter zu meistern.

Dabei wurde es den Anbietern nicht leicht gemacht, es wurden ihnen Hürden in den Weg gelegt, um ihre Kreativität und Flexibilität zu testen: So besitzt die Musterfirma eine Filiale im Passauer Land, die lediglich über drei ISDN-Anschlüsse verfügt. Auch galt es, analoge sowie mobile Endgeräte eines bestimmten Betriebssystems zu integrieren sowie konkrete Aussagen über Kosten und Vertragsbedingungen zu treffen. Fragestellungen, die besonders knifflig waren - wie die Einbindungen von Standorten, die lediglich über ISDN-Anschlüssen verfügen, oder die Integration analgoger Endgeräte - gab es ebenfalls zu lösen.