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Unified-Communications: Pro TK-Systeme contra IP-Centrex

Fortsetzung des Artikels von Teil 3.

Interview Alexander Baumann, Siemens Enterprise Communications

- Bildquelle: © Siemens Enterprise Communications

Alexander Baumann, Vice-President Solution Marketing Applications bei Siemens Enterprise Communications.

funkschau: IP-Centrex liegt als virtuelle TK-Anlage voll im Cloud-Trend. Haben im Unternehmen platzierte TK-Systeme überhaupt noch Zukunft?
Siemens Enterprise Communications: In den kommenden Jahren werden Kunden von ihrem Telefoniesystem vollständige UC-Funktionalität (Unified-Communications) erwarten. Diese wird eng in die IT-Anwendungen des Kunden integriert sein müssen und soll dazu beitragen, kommunikationsfähige Geschäftsprozesse zu erreichen. Solange diese Funktionalitäten von IP-Centrex nicht geliefert werden können, halten TK-Systeme im Unternehmen weiterhin den ersten Platz.

funkschau: Was sind Ihrer Meinung nach die größten Vorteile beziehungsweise Nachteile lokaler TK-Systeme.
Siemens Enterprise Communications: Mit CPE-basierten (Customer-Premises-Equipment) Lösungen, die für eine besonders sichere Verbindung sorgen, bleiben Unternehmen unabhängig vom Netzbetreiber und können dank vieler Anbieter ihre Tarife ständig optimieren. Zudem ist ihre Flexibilität vor allem dann größer, wenn es um die Integration von Kommunikationslösungen in firmeneigene IT-Anwendungen geht.

funkschau: Wie verhält es sich mit den Vor- beziehungsweise Nachteilen bei IP-Centrex?
Siemens Enterprise Communications: IP-Centrex-Lösungen ermöglichen einfachere und effizientere Netzwerke über mehrere Standorte hinweg. Zudem kommen etwa Updates automatisch, ohne dass sich der Anwender darum kümmern muss. IP-Centrex ist jedoch eher eine standardisierte, fertig konfigurierte Lösung. Dadurch sind Dienstleister weniger flexibel als CPE-Anbieter, wenn es um Angebote wie IT-Integration geht.

funkschau: Mit welchen Argumenten wollen Sie ITK-Entscheider von genau Ihrer TK-Lösung überzeugen?
Siemens Enterprise Communications: Siemens Enterprise Communications ist ein Pionier in den Bereichen UC und mobile Lösungen für Unternehmen. Wir haben eine der ersten kommerziellen UC-Lösungen herausgebracht und waren unter den ersten, die eine Integration von UC und Social-Media gezeigt haben. Siemens Enterprise Communications ist auch führend bei Mobile-UC-Lösungen, die UC auf die Smartphones der Nutzer bringen.

funkschau: Wie sichern Sie die Verfügbarkeit der TK-Dienste und welche Redundanz-Konzepte bieten sie an?
Siemens Enterprise Communications: „OpenScape Cloud Services“ ist eine robuste und redundant aufgebaute Lösung, mit der sich Schwachstellen und Unterbrechungen bei IP-WAN-Verbindungen problemlos bewältigen lassen – etwa durch eine Rufumleitung auf das Mobiltelefon. Außerdem bieten wir mit dem Gateway „OpenScape Branch“ lokale TK-Dienste, mit denen Kunden ihre Anrufe via PSTN steuern können.