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Unified-Communications: Pro TK-Systeme contra IP-Centrex

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Interview Ernst Engelmann, Cisco

- Bildquelle: © Cisco

Ernst Engelmann, Business Developement Manager bei Cisco Systems.

funkschau: IP-Centrex liegt als virtuelle TK-Anlage voll im Cloud-Trend. Haben im Unternehmen platzierte TK-Systeme überhaupt noch Zukunft?
Cisco: Entscheidend ist sicherlich, dass IP-basierte Systeme alle Business-Modelle zulassen: im Unternehmen, in der Cloud oder auch bei Hybrid-Modellen. Die Entscheidung welches Modell bevorzugt wird, ergibt sich aus den Anforderungen nach Capex/Opex und dem geforderten Leistungsspektrum.

funkschau:Was sind Ihrer Meinung nach die größten Vorteile beziehungsweise Nachteile lokaler TK-Systeme?
Cisco: IP-Systeme sind immer noch führend bei Anfrage und Einsatz. Vorteile sind: Die zentrale Administration für alle Standorte liegt im eigenen Hause, die Verknüpfung mit Inhouse-Business-Prozessen und Desktop-Anwendungen fällt leichter und liegt in der eigenen Hand. Nachteil ist zum Beispiel, dass Erweiterungen oder Veränderungen oftmals erst nach Durchlaufen interner Prozesse – zum Beispiel Ausschreibungsverfahren – möglich sind.

funkschau: Wie verhält es sich mit den Vor- beziehungsweise Nachteilen bei IP-Centrex?
Cisco: Aufgrund der hohen Flexibilität und Kostentransparenz sind Cloud-Dienste sehr im Trend. So werden schon heute beispielsweise in großem Umfang Web-Ex-Konferenzen, unabhängig von der vorhandenen TK-Infrastruktur, direkt aus der Cloud eingesetzt. Nachteil von Cloud-Diensten ist sicherlich die fehlende flexible Integration ins Firmennetz. Sie stellt erhöhte Sicherheitsanforderungen und wird von vielen Unternehmen kritisch gesehen.

funkschau: Mit welchen Argumenten wollen Sie ITK-Entscheider von genau Ihrer TK-Lösung überzeugen?
Cisco: Cisco bietet aufgrund seiner Architektur volle Flexibilität für den Kunden. So stellen wir Lösungen im Unternehmen, in und aus der Cloud und auch hybride Mischlösungen bereit. Unsere Kunden können sich heute für eine IP-basierte Kommunikationslösung im eigenen Hause entscheiden und diese morgen als Service aus der Cloud beziehen. Und das bei bestmöglichem Investitionsschutz. Weiterhin bieten wir die flexibelste Integration in Desktop-Anwendungen.

funkschau: Wie sichern Sie die Verfügbarkeit der TK-Dienste und welche Redundanz-Konzepte bieten sie an?
Cisco: Sowohl im Unternehmen als auch bei der Ausstattung von Cloud-Anbietern stellt Cisco eine mehrfach-redundante Call-Processing-Infrastruktur zur Verfügung. Diese werden kombiniert mit redundanten Netzanbindungen vor allem im WAN-Umfeld und bei der Anbindung ans PSTN. Kommt es dennoch zu Unterbrechungen zum zentralen Kommunikationsdienst, so übernehmen lokale Router-basierte Anrufsteuerungen die Basisversorgung.