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IP-Centrex - Die Probe aufs Exempel für Teamfon

Die funkschau hat die mittelständische Musterfirma Show & Funk entworfen und Anbieter virtueller Telefonanlagen damit konfrontiert. Ziel ist es, den IP-Centrex-Anbietern die Möglichkeit zu geben, die Tauglichkeit ihres Angebotes anhand eines konkreten Falles unter Beweis zu stellen. Hier die Lösung von Teamfon.

Bildquelle: © funkschau/fotolia.com

funkschau: Der Hauptsitz in Frankfurt/Main und die Filiale in München verfügen jeweils über einen SDSL-Anschluss, die Passauer Filiale besitzt drei ISDN-Basisanschlüsse. Gewünscht ist, dass mindestens 200 Telefonate gleichzeitig geführt werden können. Die Sprache hat in garantierter Bandbreite, also in guter Qualität ohne Störungen, zu erfolgen. Zudem müssen verschiedene Endgeräte, darunter Faxgeräte, Türtelefonanlage und eine Frankiermaschine, in die TK-Anlage integriert werden. Wichtig zu wissen: Erhält die Show & Funk eine Komplettlösung aus einer Hand (One-Stop-Solution) oder müssen mehrere Partner/Systemintegratoren mit eingebunden werden, um die Standortvernetzung zu gewährleisten?

Teamfon: Anwendung findet „TeamSIP Centrex“, eine von Teamfon entwickelte virtuelle Telefonanlage. Die Niederlassungen werden in der mandantenfähigen Telefonanlage als eigenständige Abteilungen geführt und jeder Niederlassung wird ein eigener Rufnummernblock zugewiesen. Teamfon sieht für die Zentrale in Frankfurt 4 MBit/s Bandbreite und für München 2 MBit/s vor.

Niederlassungen im Detail
Die Niederlassungen werden in der mandantenfähigen Telefonanlage als eigenständige Abteilungen geführt und jeder Niederlassung wird ein eigener Rufnummernblock zugewiesen. Da die Niederlassung in Passau mit konventionellen ISDN- Anschlüssen ausgestattet ist, projektiert Teamfon hier eine Telefonanlage als Appliance (TeamSIP TK) vor Ort. Dies ist sinnvoll, da ansonsten die Gespräche in Passau mit einem Mediengateway in SIP-Pakete umgewandelt, zur virtuellen Telefonanlage geschickt und dann wiederum zum Telefon zurück gesendet werden müssten. Somit würden die Telefonate die Leitung doppelt belegen. Die Anlage hat den gleichen Funktionsumfang wie die virtuelle Anlage „TeamSIP Centrex“ und ist auf einem Server aufgespielt, der mit ISDN-Karten beschickt ist. Die Anlage wird so konfiguriert, dass die internen Gespräche zwischen den Niederlassungen über das Internet geführt werden und somit kostenfrei sind. Somit können sich beispielsweise auch Callcenter-Agenten bei Bedarf auch in Passau in die Warteschleifen der Zentrale einbuchen.

Einbindung analoger Endgeräte
Die analogen Endgeräte (Fax,Modem, Frankiermaschine) werden mit SIP-ATA-Adaptern angeschlossen. Diese wandeln die analogen Signale in SIP-Pakete um und werden in die virtuelle Telefonanlage wie eine Nebenstelle eingebunden. Für Türsprechanlagen gibt es ebenfalls Adapter, die sich wie eine analoge Nebenstelle einer Telefonanlage verhalten. Diese werden ebenfalls über einen SIP-ATA-Adapter an die virtuelle Telefonanlage angeschlossen. Teamfon tritt hierbei als Generalunternehmer auf und liefert alle Komponenten aus einer Hand.

Internet-Zugänge
Durch die geforderte Qualität der Gespräche und das hohe Gesprächsaufkommen bietet Teamfon hier exklusive SDSL-Leitungen für die Telefonie an. Dadurch sind keine Probleme mit einem hohen Datenaufkommen (z.B. Backup) zu erwarten. Für die Verschlüsselung der Telefongespräche wird ein VPN-Tunnel mit Teamfon konfiguriert.

Lösungsvorschlag Sicherheitskonzept

Für eine Verschlüsselung der Gespräche projektiert TEamfon eine VPN-Anbindung der Zentrale und Niederlassungen an "TeamSIP Centrex". Die virtuelle Telefonanlage selber steht in einem Hochsicherheits-Rechenzentrum und ist mit redundanten Leitungen abgesichert. Die Telefongespräche werden über drei Partner in das traditionelle Telefonnetz übergeben. Bei einer Störung der SDSL-Leitungen kann auf die Datenleitungen ausgewichen werden. Auch ist der Parallelruf auf ein Handy möglich, um die Erreichbarkeit zu gewährleisten.

Teamfon projektiert für die „Show & Funk AG“ folgende Komponenten:

  • Eine Virtuelle Telefonzentrale für 200 Nebenstellen inklusiver Integration der Niederlassungen in Frankfurt und München,
  • Eine Telefonappliance (Server mit ISDN Karten und Software) für die Filiale in Passau, da hier eine konventionelle ISDN Infrastruktur vorhanden ist.
  • SIP-fähige Telefone,
  • Softphone Clients für die PC gestützte Telefonie mit Unified Communications Funktionen,
  • SIP-Analogwandler (SIP-ATA Adapter) für die analogen Endgeräte, Modems und Türsprechanlage,
  • Fax-Server für den Empfang und das Versenden von Faxen per E-Mail,
  • Callcenter für zehn Mitarbeiter,
  • Qualitativ hochwertige SDSL-Leitungen für die Telefonie sowie
  • VPN-Anbindung für die gesicherte Übertragung der Telefongespräche.