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Umfrage im Auftrag von Avanade: Internet der Dinge: Mehrwert und Hindernisse

Der Mangel an Nutzen bringenden Daten ist für deutsche Unternehmen ein zentrales Hindernis bei der Nutzung von IoT-Szenarien. Das ist eines der Ergebnisse einer Befragung, die Avanade in Deutschland, einigen weiteren europäischen Ländern sowie den USA, Japan und Australien durchführen hat lassen.

IoT-Symbol vor Weltkarte Bildquelle: © 24Novembers - Shutterstock

Internet of Things: Fachkräftemangel hemmt Wachstum

Das Ergebnis der Befragung aus deutscher Sicht: Die Unternehmen glauben mit 72 Prozent deutlich mehrheitlich, dass sie die Fähigkeit haben, das Internet der Dinge positiv für ihren Geschäftserfolg nutzen zu können; 17 Prozent sind dabei ohne jegliche Zweifel, 55 Prozent sind sehr zuversichtlich – ein nicht immer selbstverständlicher Duktus im Land, das mit „German Angst“ einen eigenen Terminus für die Zurückhaltung Neuem gegenüber erhalten hat. Dennoch sehen 83 Prozent der Firmen noch Herausforderungen beim Einsatz von IoT. Dieser Wert liegt über dem Durchschnitt: International sind es 79 Prozent, die ihr Unternehmen als noch nicht vollständig „IoT-ready“ bewerten.Ausreißer bilden Dänemark und Kanada mit nur jeweils ca. 60 Prozent Zweiflern. Spitzenreiter ist Schweden mit 88 Prozent.

Vorteile am Arbeitsplatz und bei neuen Geschäftsmodellen
Als mögliche Vorteile nennen deutsche Unternehmen zuvorders mit jeweils 44 Prozent eine größere Produktivität am Arbeitsplatz sowie die Möglichkeit, neue Geschäftsfelder zu erschließen; zum Beispiel die Erweiterung vorhandener Produkte oder Services. 43 Prozent nennen die Möglichkeit, durch IoT-Daten maßgeschneiderte Services für Kunden zu gestalten. Mehr Sicherheit und Effizienz schreiben je etwa ein Drittel der Befragten IoT-Ansätzen zu.

Abgeschlagen auf dem letzten Platz wird im im Maschinenbauland Deutschland eine Möglichkeit genannt, die gemeinhin als einer der populärsten Vorteile des Internets der Dinge gilt: die Möglichkeit einer vorausschauenden Wartung (Predictive Maintenance). Hier sehen lediglich 21 Prozent der Befragten Chancen für ihr Unternehmen. An dieser Stelle liegt auch die deutlichste Abweichung im internationalen Vergleich. Dieeher zurückhaltenden Länder bei diesem Thema sind mit 29 Prozent Japan und Spanien; in den USA liegt dieser Wert bei 30 Prozent. Spitzenreiter ist das Vereinigte Königreich mit 39 Prozent. Im Durchschnitt glaubt ein Drittel der Befragten, dass Predictive Maintenance Vorteile bergen kann.

Fehlendes Fachwissen und Daten sind Herausforderung
Hemmend für Wachstum erweist sich das Fehlen von entsprechendem Expertenwissen: 37 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben nicht die richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um mit IoT-Projekten erfolgreich zu arbeiten. Das wird nur noch übertroffen vom Fehlen der passenden Daten. 39 Prozent der Befragten gaben an, dass sie nicht über Informationen verfügen, die die richtige inhaltliche Qualität gesichert aufweisen. Hier weist Deutschland Parallelen zum Vereinigten Königreich auf, das mit denselben Problemen in vergleichbaren Dimensionen (jeweils 35 Prozent) zu kämpfen hat. Interessant zu sehen ist die Tatsache, dass gleichzeitig 35 Prozent der deutschen Studienteilnehmer denken, dass zu viele Daten im Unternehmen vorhanden sind.

Avanade Robert Laube CTIO IoT Bildquelle: © Avanade

Dr. Robert Laube, Avanade

„Predictive Maintenance ist nicht wirklich neu. Jedoch kann hier jetzt durch den Einsatz von IoT Ansätzen im Zusammenwirken mit Edge-Computing ein neuer Maturitätslevel erreicht werden. Insofern ist das Studienergebnis für die vorausschauende Wartung ein wenig überraschend, für das Thema Fachwissen hingegen eher erwartet“, erläutert Dr. Robert Laube, Chief Technology and Innovation Officer (CTIO) von Avanade. „Ebenfalls erwartbar ist die Herausforderung, die richtigen Daten für die Nutzung von IoT-Szenarien zu identifizieren. Die Unternehmen haben ja die Daten – sie urbar zu machen, das ist die Kunst, an der auch einige scheitern. Positiv ist hingegen, dass 76 Prozent der Unternehmen in Deutschland angegeben haben, die richtigen Partner im Boot zu haben. Mit einem entsprechenden Ökosystem lassen sich die meisten der genannten Herausforderungen erfolgreich meistern.“