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Virtualisierung: Datenmanagement zukunftsfit machen

Die Anpassung des Datenmanagements an die Anforderungen des digitalen Wandels ist ein umfassender Prozess. Die Einbindung neuer Technik spielt dabei eine wichtige Rolle. Wie Unternehmen ihre IT mit Cloud und SD-WAN nachhaltig organisieren können.

Datenmanagement Cloud Security Digitalisierung Bildquelle: © Plutex

Datengeschwindigkeit, -sicherheit und -management werden immer wichtiger und sind, aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung, aus dem unternehmerischen Alltag nicht mehr wegzudenken. Laut der aktuellen Cloud Foundry Foundation Global Perception Study (GPS), bei der etwa 500 Unternehmer und IT-Entscheider aus acht verschiedenen Ländern befragt wurden, sehen inzwischen etwa 75 Prozent der Befragten die Digitalisierung als Realität an. 74 Prozent gehen außerdem davon aus, dass der Wandel nicht durch eine einzige Anpassung des Datenmanagements möglich gemacht werden kann, sondern einen umfassenden Prozess und die kontinuierliche Einbindung neuer Technik erfordert. Dafür empfiehlt sich vor allem die Nutzung von SD-WAN und Cloud, da sie Mitarbeitern von mehreren Standorten den Zugriff auf jegliche Daten ermöglichen und dennoch eine hohe Datensicherheit gewähren.

Vorteile einer Cloud
Die Nutzung einer Cloud-Umgebung bietet verschiedene Vorteile. So werden beispielsweise Lastspitzen, also die Zeiträume, in denen es besonders viele Zugriffe auf Computer gibt, bei Cloud-Szenarien auf mehrere Rechner verteilt. So kommt es zu keiner Verlangsamung von Anwendungen oder Webseiten. Bei wachsenden Mitarbeiterzahlen können Cloud-Hoster zudem ganz einfach die Rechnerkapazitäten erweitern und die benötigte Rechnerleistung flexibel an die sich ändernden Bedürfnisse des Unternehmens anpassen. Kunden, die ihre Daten in eine Cloud auslagern, sparen sich die Anschaffungskosten für Server und Anwendungen sowie zusätzliche Mitarbeiterkosten für Wartung und Betrieb. Die Sicherheit der Daten gewährleisten Cloud-Anbieter und Rechenzentren mithilfe eines DSGVO-konformen Sicherheitsmanagements und einer professionellen Infrastruktur. Sie führen tägliche Back-ups, Monitorings und regelmäßiges Update- und Patchmanagement durch, um Schwachstellen oder Angriffe durch Hacker möglichst schnell zu erfassen und zu beheben. Redundant ausgelegte, vorgeschaltete Firewalls schützen vor Computerviren und Hackerangriffen auf Unternehmensserver und Netzwerke. Ein weiterer Vorteil von Cloud-Computing besteht darin, dass es eine sehr große Flexibilität bietet. Alle Mitarbeiter eines Unternehmens können standortübergreifend auf Unternehmensdaten zugreifen, was der Zusammenarbeit eines Teams räumlich keine Grenzen setzt und Arbeitsmodelle wie Homeoffice fördert.

Auswahl eines Cloud-Anbieters
Entscheidet sich ein Unternehmen dazu, seine internen Server und Anwendungen auszulagern, erfordert das eine gute Planung. Es gibt viele Anbieter, die über unterschiedliche Services und Konditionen verfügen. Daher sollten Unternehmer bei der Auswahl einige Dinge beachten.
Sehr wichtig ist es beispielsweise, dass Nutzer vom Anbieter unabhängig bleiben. Für den Fall eines Wechsels empfiehlt es sich, dass in großen IT-Umgebungen ein bis zwei interne Mitarbeiter über jegliche Anwendungen, Dienste, Back-ups und Archive informiert sind. Zudem stehen Transparenz und durchdachte physische Zugangsmöglichkeiten für Mitarbeiter bei einer geeigneten Wahl im Vordergrund. Unternehmen sollten jederzeit erfahren können, wo welche Daten gelagert werden, und Zugang zu den eigenen Servern erhalten, um die Kontrolle über Server und Daten zu behalten. Speichert ein Unternehmen personenbezogene Daten, muss die Sicherung nach der DSGVO innerhalb der EU erfolgen. Viele Rechenzentren lassen regelmäßige TÜV-Prüfungen zu Informationssicherheit und Qualitätsmanagement vornehmen. Daher sollten Cloud-Nutzer auf ein entsprechendes Zertifikat achten. Anbieter aus der Region bieten den Vorteil, dass sie über ein Rechenzentrum in der Nähe des Kunden verfügen und durch persönliche Ansprechpartner für Hosting- und Cloud-Lösungen auf Augenhöhe beraten.

SD-WAN einbinden
Um Clouds optimal nutzen zu können, empfiehlt sich die Hinzunahme eines SD-WANs, sprich eines Software-defined Wide Area Networks. Es schafft zusätzliche Internetanbindungen, die die Traffic-
geschwindigkeit erhöhen, und ersetzt bestehende Hardware wie Router und Firewalls. Der Zugriff erfolgt über eine zentrale SD-Box, die mehrere Leistungstypen wie Glasfaser, DSL, 5G und LTE vereint. Das SD-WAN kontrolliert und leitet selbstständig die aufkommenden Datenströme und teilt ihnen Prioritäten zu. So können Kosten gesenkt und der Datenverkehr um etwa 20 Prozent beschleunigt werden. Durch zwischengeschaltete, lokale Breakouts erhöht sich zudem die Sicherheit. Mithilfe dieser Technologie nutzen Unternehmer die Leistung ihrer Clouds voll aus.

Torben Belz ist Geschäftsführer bei Plutex