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ERP-Systeme: Neue Technologien risikolos einsetzen

Das Image der nüchternen Buchhaltungssoftware haben ERP-Systeme abgelegt – sie sind zu wichtigen Werkzeugen für die Unternehmensplanung geworden. Dabei spielt die Cloud eine relevante Rolle. Sie hilft Datensilos zu beseitigen und neue Technologien für Anwender schnell einsatzbereit zu machen.

ERP Cloud Oracle Bildquelle: © Paisan Changhirun-123rf

Das Vertrauen in Cloud-Computing wächst stetig, auch bei ERP-Anwendern. Dabei spielt es eine Rolle, dass sich das Risiko vom Anwender auf den Anbieter verlagert. Keine Frage, dass auch cloudbasierte Lösungen in das Visier von Hackern geraten. Allerdings trägt der Anbieter der entsprechenden Services das Risiko. Er muss dafür sorgen, dass die Daten sicher und im Falle einer Attacke die Ausfallzeiten möglichst gering bleiben.

Gleiches gilt für die Bereitstellung neuer Technologien. Es ist kein Geheimnis, dass Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) schon heute dafür sorgen, die Produktivität von Unternehmen zu steigern. Allerdings scheitern immer noch viele ausgewiesene KI-Produkte an der teilweise komplexen Einführung. Das gilt auch für Blockchain-Technologie, die ihr Image als Mittel zum Zweck für das Schürfen von Bitcoins inzwischen endgültig abgelegt hat. Anbieter von ERP-Lösungen aus der Cloud bieten ihren Anwendern inzwischen Lösungen an, in die neue Technologien integriert sind, die so ihre Wirksamkeit entfalten können.

Kurze Update-Zyklen – keine Beeinflussung des Tagesbetriebs
Das Gute daran: Im Gegensatz zu On-Premises-Lösungen können Updates regelmäßiger aufgespielt werden. Kunden werden lediglich darauf hingewiesen, dass künftig – bei Bedarf – neue Funktionalitäten zur Verfügung stehen. Derlei Updates kommen je nach Hersteller alle drei bis vier Monate. Sie werden zumeist über Nacht aufgespielt und behindern den täglichen Produktivbetrieb daher nicht.
Technologien wie Künstliche Intelligenz werden derzeit sehr stark in der Unterdisziplin Machine Learning genutzt. Das hat rasch Auswirkungen auf die fundierte Analyse der stetig wachsenden Datenmenge. Vor allem, wenn es darum geht, Trends und Tendenzen rasch zu erkennen und die entsprechenden Planungen und Reaktionen zu beschleunigen. Dank neuer Funktionen mit KI können Unternehmen künftig auch ihre Kosten senken und stärkere Beziehungen zu Top-Lieferanten aufbauen, indem sie das aktuelle Lieferantenprofil und die Risikodaten nutzen, um herstellerspezifische Skonto-Angebote zu generieren. Intelligente, mehrstufige Kategorisierungen und Einstufungen von Lieferanten tragen zur Optimierung des Procure-to-Pay-Prozesses bei. Durch die Kombination von ERP-Anwendungsdaten zu Lieferanten, Bestellungen, Rechnungen, Verbindlichkeiten und anderen Details mit externen Datenquellen erhalten Unternehmen einen guten Einblick in ihr Lieferanten-Ökosystem. Mit den integrierten Funktionen für Künstliche Intelligenz können schwer erkennbare Datenmuster aufgedeckt werden, die umsetzbare und kontextbezogene Erkenntnisse zum richtigen Zeitpunkt liefern und dabei helfen, die Qualität und geschäftlichen Auswirkungen von finanziellen und betrieblichen Entscheidungen zu verbessern.

Digitale Chatbots unterstützen die eigenen Mitarbeiter
Durch den Einsatz neuer Technologien können Unternehmen ihren Mitarbeitern einen digitalen Assistenten zur Verfügung zu stellen. Dieser kann geschult werden, um die Nutzer beim Arbeiten mit Anwendungen wie ERP, HCM oder CRM zu unterstützen. Über die eingesetzte KI versteht der Digital Assistant den Kontext, leitet daraus Absichten ab, identifiziert und lernt das Verhalten der Benutzer, um Routineaufgaben wie Spesengenehmigungen und Terminverschiebungen in deren Namen proaktiv zu automatisieren.

Die Cloud sorgt auch dafür, dass ERP-Systeme mit anderen Unternehmenslösungen immer stärker zusammenwachsen. Gerade wenn es um das Thema Supply Chain geht, kommt der Blockchain-Technologie immer größere Bedeutung zu. Bei der Absicherung von Transaktionen und wenn es um die Qualität oder den Nachweis der Herkunft von Produkten – bevorzugt Lebensmitteln – geht, hat Blockchain-Technologie ihre Wirksamkeit schon unter Beweis gestellt. Sie sorgt für ein gesteigertes Maß an Transparenz, was wiederum schnellere Reaktionen – etwa beim Rückruf fehlerhafter oder gefälschter Produkte – ermöglicht.
Die Kombination aus neuen Technologien und Cloud-Computing birgt für die Anwender viele Vorteile. Sie verfügen über zahlreiche Möglichkeiten, ihre Geschäftsmodelle an die digitale Welt anzupassen und ihre Planungen zu verbessern.

Dirk Thomas Wagner ist Sales Development Leader ERP Cloud bei Oracle