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Cloud-Computing: Die Zukunft der Multi-Cloud

Die Notwendigkeit, mit technologischen Entwicklungen und den Anforderungen der Kunden Schritt zu halten, wird viele Unternehmen in den nächsten fünf Jahren an die Grenzen der Belastbarkeit bringen. Die Multi-Cloud ist dabei Chance und strategische Herausforderung neuer Dimension gleichermaßen.

Bildquelle: © tashatuvango - fotolia

Zweifellos ist die Multi-Cloud ein wegweisender Ansatz für die ­Digitale Transformation. Sie eröffnet zahlreiche Möglichkeiten für ­neuartige Innovationen. Mit ihrer Hilfe werden Cloud-Architekten, ­DevOps-, NetOps- und SecOps-Teams gemeinsam neue Dienstleistungen bereitstellen, die herkömmliche Infrastrukturen schlicht und einfach nicht liefern können.

Andererseits entstehen dadurch neue Probleme – etwa in Bezug auf Kosten, Qualifikationen, Compliance und die Integration herkömmlicher Infrastrukturen. Was in den nächsten fünf Jahren zu erwarten ist, zeigt die Studie „The Future of Multi-Cloud“ (FOMC), die Foresight Factory mit Unterstützung von F5 Networks erstellt hat. Sie bietet Einblicke in den aktuellen Status der Multi-Cloud sowie die Zukunft von Unternehmen und Endkunden in Europa, Nahost und Afrika (EMEA).

KI und ML erleichtern Automatisierung
Demnach werden Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML) die Grundlage für höhere Stufen der Automatisierung bilden. Sie beseitigen heute noch existierende Hindernisse auf dem Weg zur Multi-Cloud und helfen, das Potenzial des Cloud Computing in allen Ausprägungen und Variationen zu erschließen. Dabei ist die Zeit der Vorbehalte gegenüber der Cloud fast vorbei. Wer heute noch abwartet, riskiert zunehmend, an Bedeutung zu verlieren oder in den kommenden Jahren ganz zu verschwinden.

Bereits im vergangenen Jahr wurden 14,4 Prozent der Open-Source-Tools für die Automatisierung der Bereitstellung von Anwendungen evaluiert. Die Geschwindigkeit der Veränderung nimmt sowohl bei der Soft- als auch bei der Hardware zu. Im Laufe der kommenden zehn Jahre wird die KI-Orchestrierung zur schrittweisen Automatisierung von immer mehr Aufgaben und Funktionen führen. Die FOMC-Studie erwartet dabei die Entstehung von Preisvergleichs- und Switching-Services für die Cloud. Zunächst sind Benutzereingaben erforderlich, aber die Automatisierung könnte bald für höhere Geschwindigkeit und Genauigkeit sorgen. Sowohl Cloud Service Provider als auch Unternehmen könnten dadurch viel Zeit sparen, die dann für andere, strategischere Aufgaben zur Verfügung steht. Auch die Steigerung der Effizienz könnte ein Effekt sein.

Höhere Agilität und Effizienz
Damit die Digitale Transformation einen echten Gewinn bringt, muss sie allerdings zügig, reibungslos und sicher vonstatten gehen. Dabei werden Komplexität und Kosten oft als Hindernisse auf dem Weg zur vollständigen Unterstützung der Multi-Cloud genannt. Aber das Umdenken ist schon in vollem Gange. Der technische Fortschritt geht weiter und Cloud-Kompetenz wird zunehmend zur wichtigen Voraussetzung für den IT-Betrieb. In fünf Jahren gehören Bedenken bezüglich der Anfangskosten der Vergangenheit an. Wer die expansiven Möglichkeiten der Multi-Cloud intelligent und vorausschauend nutzt, wird davon profitieren und durch hervorragenden Service das Vertrauen der Kunden gewinnen.

Das Management der laufenden Kosten von Cloud Services dürfte auch in Zukunft eine große Herausforderung bleiben. Im „State of the Cloud Report 2018“ von RightScale sagen 64 Prozent der Befragten, dass sie die Verwaltung und Optimierung der Cloud-Kosten als zentrales Thema ansehen. Dies entspricht einem Anstieg von neun Prozent im Vergleich zu 2017. Bereits heute geben 43 Prozent der Teilnehmer mehr als 50.000 US-Dollar im Monat für die Bereitstellung von Public Cloud Services aus. Ein wichtiges Thema dabei ist mangelnde Effizienz. So schätzen die Befragten im Durchschnitt, dass 30 Prozent ihrer Cloud-Ausgaben verschwendet wurden. Die Konsolidierung der Ausgaben und die Transparenz ihrer bestehenden Technologielandschaft sind für Unternehmen von größter Bedeutung. Entsprechend glauben 58 Prozent der Teilnehmer, dass die Optimierung von Einsparungen in der Cloud aktuell die Priorität Nummer eins darstellt.