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ERP-Systeme: Welche Innovationen für Mehrwerte sorgen können

Für Unternehmen ist es wichtig, wettbewerbsfähig zu bleiben. Software, die die Umsetzung von Trends ermöglicht, kann dabei einen Beitrag leisten. Wie das im Fall von Enterprise Resource Planning Systeme aussehen kann, erläutert David Lauchenauer von Myfactory, Hersteller von Unternehmenssoftware.

Software Geld Kosten Macbook Bildquelle: © Fotolia / eccolo

Ob Automatisierung, Datenschutz, mobile Anwendungen oder digitale Roboter – diese Herausforderungen lassen sich nur mit flexiblen Programmen lösen, die die Weichen für zukünftiges Geschäft stellen. Im Folgenden soll es darum gehen, was moderne ERP-Systeme aus der Cloud liefern sollten, welche Vorteile innovative Feature haben und welchen Mehrwert sie bieten.

Call Center: Kundenbindung durch Automatisierung
Die Digitalisierung erlaubt es Kunden, auf unterschiedlichsten Kanälen mit einem Unternehmen zu kommunizieren. Dabei nimmt die Geschwindigkeit, in der die einzelnen Kontaktpunkte gewechselt werden zu. Je nach Studie wechseln Erwachsene durchschnittlich alle 30 Minuten das Medium. Bei diesem Media-Multitasking hinterlässt der Nutzer überall Daten, die Unternehmen an einer zentralen Stelle speichern müssen. Ansonsten bleibt das angestrebte 360-Grad-Kundenbild aus.

Um Interaktionen zu speichern, ist ein im ERP integriertes Customer Relationship Management (CRM) gefragt. Hier lässt sich zum Beispiel durch die automatische Kontaktablage, jegliche Kommunikation einem Kontakt zuordnen. Beim Anruf im Call Center braucht der Agent nur wenige Klicks, um die Historie zu verfolgen. Ein weiterer Vorteil: Verlässt ein Mitarbeiter das Unternehmen, bleibt das Kundenwissen erhalten.

Security: Tools für den Datenschutz
Fast alle Unternehmen der ITK-Branche nutzen personenbezogene Daten. Durch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wird die Nutzung dieser Daten stark reglementiert. Um Firmen bei der Umsetzung der Vorgaben zu helfen, setzen ERP-Hersteller auf Anonymisierungsassistenten. Dahinter steckt ein Löschkonzept, das Kundendaten unwiderruflich überschreibt und löscht. Das bildet die technische und organisatorische Basis für die Einhaltung des Datenschutzes.

Ergänzend dazu bieten einige Hersteller neue Tools zur Umsetzung der Aufbewahrungsfrist. Diese erkennen bei Verkaufsbelegen und Verträgen, ob ein dazu passender Datensatz eine gültige Aufbewahrungsfrist besitzt oder nicht.

Mobile Solutions: Off- und Online ergänzen
Wer im Handel wachsen will, muss die Customer Experience kontinuierlich verbessern. Die Herausforderung ist hier, das Offline-Shopping um Online-Tools zu ergänzen. Das gelingt zum Beispiel durch eine mobile Kassenführung. Mit der App, die mit dem ERP- und stationären Kassensystem verbunden ist, können Mitarbeiter Artikel erfassen – ohne das Gespräch zu unterbrechen. Am Ende des Einkaufes findet der Kassiervorgang bequem am Point of Sale statt.

Die Vorteile dieser Verknüpfung sind vielseitig. Die Mitarbeiter erfassen und suchen zeitsparend Artikel per Eingabe oder Bildauswahl. Kunden profitieren von einer persönlichen Beratung. Das Ergebnis ist ein optimiertes Einkaufserlebnis, das die Loyalität zum Händler nachhaltig verbessert.

Usability: Mit Robotern ans Ziel
Wie gelingt es, Abläufe zu optimieren, Kosten zu reduzieren und zu jeder Zeit höchste Qualität zu liefern? Eine Antwort sind Chatbots, die auch für Hersteller erklärungsbedürftiger Software immer interessanter werden. Denn die Technologie verarbeitet als Suchbegriffe eingegebene Sätze und liefert die passenden Ergebnisse. Im Vergleich zur Navigation erspart der Chatbot Zeit.

Bestandsaufnahme: Wann macht innovative Software Sinn?
Die Digitalisierung verlangt Schnelligkeit – das betrifft auch die Umsetzung von aktuellen Trends und Entwicklungen. Im Hinblick auf Software sollten Lösungen vor allem mobil, flexibel, skalierbar und zuverlässig sein. Allerdings sollten Unternehmen bei der Auswahl des richtigen Anbieters prüfen, welcher Trend für sie der wichtigste ist und ob das bestehende System diesen schon bedient. Ist das nicht der Fall, gilt es im ersten Schritt, Anforderungen zu definieren, mit denen dann der richtige Partner gefunden werden kann. Umso mehr Zeit in diese Vorüberlegung fließt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit von Fehlinvestitionen und desto größer die Chance, in künftiges Wachstum zu investieren.

David Lauchenauer ist Geschäftsführer und Gesellschafter der Myfactory Gruppe