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Bitkom-ifo-Digitalindex: Positive Stimmung in der ITK-Branche

Unternehmen der IT- und Telekommunikationsbranche beurteilen die aktuelle Geschäftslage als sehr gut. Die Erwartungen für die kommenden Monate sind dagegen weniger optimistisch. Das sind die zentralen Ergebnisse des erstmals vorgestellten Index zur Konjunktur der Digitalbranche.

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Die Stimmung bei den Unternehmen der IT- und Telekommunikation (ITK) ist laut Bitkom-ifo-Digitalindex derzeit gut – und das trotz allgemeiner Konjunkturrisiken. „Aktuell wird viel über Konjunkturrisiken wie den Handelskonflikt zwischen den USA und China, den Brexit und die Umwälzungen in der Automobilindustrie und bei Banken diskutiert. Trotz allem ist die Geschäftslage in der Digitalbranche weiterhin sehr gut. Auffällig ist, dass die Unternehmen seit einigen Monaten vorsichtiger in die Zukunft schauen”, so Bitkom-Präsident Achim Berg.

Bitkom ifo Digitalindex Bildquelle: © Bitkom / ifo

Grafik 1: Der Bitkom-ifo-Digitalindex (schwarz). Er errechnet sich aus Geschäftslage (blau) und den Erwartungen (rot) der ITK-Branche.

Der Index stieg von April auf Mai um 2,2 Punkte auf 27,0 Punkte (Grafik 1). Er errechnet sich aus Geschäftslage und Geschäftserwartungen der ITK-Branche. Die auch zuvor bereits sehr gute Geschäftslage verbesserte sich um 2,8 auf 46,7 Punkte. Bei den Erwartungen für die kommenden Monate gibt es zwar einen Anstieg um 1,7 auf 8,8 Punkte. Allerdings ist dieser Stand einer der niedrigsten seit 2008/2009, als es zur Finanz- und Wirtschaftskrise gekommen war.

Digitalbranche schätzt Geschäftsklima besser ein als die Gesamtwirtschaft

Im langjährigen Vergleich zum ifo-Geschäftsklima für die deutsche Gesamtwirtschaft erreicht der Bitkom-ifo-Digitalindex durchgehend ein deutlich höheres Niveau. Unternehmen der ITK-Branche schätzen demnach ihre jeweilige Lage konstant besser ein als die Gesamtwirtschaft.

Bitkom ifo Digitalindex Bildquelle: © Bitkom/ifo

Grafik 2: Der Bitkom-ifo-Digitalindex und das ifo-Geschäftsklima verlaufen beinahe parallel. Nur zuletzt zeigen sie in unterschiedliche Richtungen.

Die grundsätzliche Entwicklung von ifo-Geschäftsklima und Bitkom-ifo-Digitalindex verläuft zumeist ähnlich (Grafik 2). Im Mai 2019 sank das ifo-Geschäftsklima um 2,9 auf 14,1 Punkte und entwickelte sich damit gegenläufig zum Bitkom-ifo-Digitalindex. Hier wird als Grund gesehen, dass die meisten Branchen durch die allgemeinen Konjunkturrisiken deutlich stärker unter Druck gesetzt werden als die ITK-Branche.

Zum erstmals aufgelegten Branchenindikator sagt ifo-Präsident Clemens Fuest: „Der neue Index setzt sich zusammen aus 400 Herstellern, Händlern und Service-Firmen. IT-Dienstleister gehen zu 60,5 Prozent ein, Dienstleister der Telekommunikation zu 9,8 Prozent, der Einzelhandel mit Geräten zu 8,4 Prozent, die Hersteller von elektronischen Bauelementen mit 6,5 Prozent und so weiter.” Mit dem Digitalindex erfasse man eine Branche, die eine Schlüssrolle spiele in für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft.

Hinweis zur Methodik: Der Digitalindex basiert auf der monatlichen ifo Konjunkturumfrage und bildet sich aus dem geometrischen Mittel des Index der Geschäftslage und des Index der Geschäftserwartungen. Berücksichtigt werden Daten der Digitalbranche, die sich aus Unternehmen der Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Handel und Dienstleistungssektor zusammensetzt. Dazu zählen Hersteller von IT und Kommunikationstechnik, Unterhaltungselektronik, Anbieter von Software und IT-Dienstleistungen, Telekommunikationsdiensten sowie der Groß- und Einzelhandel mit ITK. Der Index wird als Saldo dargestellt. Gewichtet wird nach Anzahl der Beschäftigten, so Fuest.