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Telefónica Deutschland: Erwartungen bleiben unerfüllt

Das Ergebnis des Mobilfunkanbieters Telefónica Deutschland legte durch neue Bilanzierungsregeln zu. Das operative Ergebnis blieb trotz Anstieg unter den Erwartungen. Der Umsatz des ersten Quartals stieg an, trotzdem wurden die Verluste des Vorjahres ausgeweitet.

der Mobilfunkkonzern Telefonica (O2) hat beim Verwaltungsgericht Köln einen Eilantrag eingereicht, durch den die Frequenzauktion bis zur Entscheidung über seine bereits im Dezember eingereichte Klage gegen die Vergabe- und Auktionsregeln aufgeschoben Bildquelle: © Lino Mirgeler/dpa

Die Tochter des spanischen Telekomkonzerns Telefónica weitet ihren Verlust aus.

Der Mobilfunkanbieter Telefónica Deutschland (O2) hat zu Jahresbeginn auch wegen der Anwerbung neuer Kunden weniger stark beim Ergebnis zugelegt als von Experten erwartet. Das um Sonder- und Regulierungseffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen machte mit plus 29,4 Prozent auf 528 Millionen Euro zwar einen kräftigen Satz nach oben, wie das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Das war aber vor allem neuen Bilanzierungsregeln zu verdanken, die insbesondere die Verbuchung von Leasingverträgen ändern.

Auf vergleichbarer Basis legte das operative Ergebnis um 1,0 Prozent zu und damit nur etwa halb so stark wie am Finanzmarkt erwartet. Telefónica habe in den ersten drei Monaten in die Vermarktung von Produkten und in künftiges Wachstum investiert, hieß es. Das zeige sich bereits an der Zahl der Vertragskunden, die auch dank des Partnergeschäfts um 306 000 stieg.

Der Umsatz kletterte im ersten Quartal dank des deutlich gestiegenen Verkaufs von Smartphones um 0,7 Prozent auf 1,78 Milliarden Euro. Unter dem Strich weitete die Tochter des spanischen Telekomkonzerns Telefónica ihren Verlust von 82 Millionen Euro vor einem Jahr auf nun 107 Millionen Euro aus. Im Zuge der Integration der übernommenen E-Plus seien Abschreibungen schneller vorgenommen worden. Telefónica schreibt wegen hoher Abschreibungen auf Netze und den gezahlten Aufpreis für E-Plus seit der Übernahme 2014 nahezu durchgehend Verluste.