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Cloud-Computing: Was es braucht, um der Cloud zum Durchbruch zu verhelfen

Cloud-Computing wird immer beliebter. Im europäischen Vergleich jedoch investieren gerade kleinere und mittlere Unternehmen weniger in die Cloud. Das wird sich dieses Jahr ändern. Warum das so ist und was es dafür braucht, zeigt der folgende Beitrag.

Mauer Bildquelle: © Sergey Nivens - fotolia

Bis 2020 soll der Umsatz durch Cloud Computing auf neun Milliarden Euro anwachsen. Das ergab eine IDC Umfrage unter IT-Entscheidern aus Deutschland. Es scheint, als ob Unternehmen, die der Cloud zuvor kritisch gegenüberstanden, nun die Chancen erkennen. Das könnte an der zwar langsam, aber kontinuierlich wachsenden Akzeptanz in der DACH-Region liegen oder daran, dass immer mehr Firmen Cloud mit Innovationsthemen verbinden.

Ob Industrial Internet of Things, Robotic Process Automation oder die DSGVO-Konformität – vor allem der Mittelstand braucht flexible Lösungen, die die Weichen für zukünftiges Geschäft stellen. Da gerade in Cloud-Lösungen wie dem Enterprise Resource Planning diese Anforderungen zügig und ohne erneute Installation umsetzbar sind, erkennen immer mehr Firmen die Innovationskraft der Programme und treiben ihr Geschäft durch neue Investitionen an.  Damit diese Entwicklung anhält und die Cloud auch wirklich zum Business Booster wird, müssen allerdings die vier folgenden Herausforderungen gelöst werden:

Mehr Datensicherheit
Einige Unternehmen stehen der Cloud immer noch skeptisch gegenüber. Vor allem Datensicherheit und Datenschutz lassen Entscheider an der Technologie zweifeln. Diese Herausforderung ist allerdings eher eine kommunikative, keine inhaltliche. Denn die Mehrzahl der Software-Hersteller legt höchsten Wert auf Datensicherheit – sie reden nur zu wenig darüber. Zum Beispiel nutzen viele Hersteller nur Cloud-Rechenzentren,

  • die in Deutschland liegen und damit den strengen Vorgaben standhalten,
  • die zertifiziert sowie hochverfügbar sind und
  • durch Datenverschlüsselung den höchsten Schutz vor Cyber-Attacken bieten

Gleichzeitig unterstützen Hersteller mittelständische Firmen, die europäische Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) zu bewältigen. Zum Beispiel durch ein integriertes Löschkonzept, mit dem sich Daten im ERP-System anonymisieren lassen. Sogenannte Anonymisierungsassistenten überschreiben und löschen Kundendaten unwiederbringlich.

Mehr Systematik
2018 scheiterten zahlreiche Cloud-Implementierungen. Denn oft gelingt es Unternehmen nicht, klare Software-Anforderungen zu formulieren und ein Lastenheft zu erstellen. Dabei vermeidet gerade letzteres Fehlinvestitionen. Laut einer Fujitsu Untersuchung haben in den letzten Jahren ein Drittel der Unternehmen ein Digitalisierungsprojekt abgebrochen – die Kosten lagen hier bei über 500.000 Euro. Um das zu verhindern, sollten Firmen frühzeitig externe Hilfe nutzen.

Unabhängige Berater können durch ihren Erfahrungsschatz sowohl bei der Ermittlung der Anforderungen unterstützen als auch bei der Recherche nach der passenden (Branchen-)Lösung. Zudem bleibt die Person als Externer neutral und kann zum Beispiel bei internen, politischen Themen zwischen den beteiligten Parteien vermitteln.