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Smart City Readiness Check: Smarte Cities stehen in Deutschland noch am Anfang

Städte und Gemeinden in Deutschland haben beim Umbau zu digitalen Städten und Regionen noch einen weiten Weg vor sich. Das ist eines der Ergebnisse des "Smart City Readiness Check", der auf eine Initiative des Innovator Clubs des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und TÜV Rheinland zurückgeht.

Smart City Bildquelle: © David Novi-123rf

Städte und Gemeinden in Deutschland haben beim Umbau zu digitalen Städten und Regionen noch einen weiten Weg vor sich. Zugleich nutzen viele Kommunen die staatlichen Fördermöglichkeiten für den Ausbau im Bereich der Digitalisierung nicht konsequent genug. Dennoch sind Tendenzen zu einer Verbesserung der digitalen Angebote zu erkennen, wenn auch noch nicht flächendeckend. Die Bandbreite der Ergebnisse des „Smart City Readiness Check“ vom Innovators Club des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und von TÜV Rheinland macht deutlich: Der Stand der Umsetzung digitaler Lösungen in deutschen Kommunen ist sehr unterschiedlich.

Digitaler Nachholbedarf in deutschen Städten und Kommunen
Für die Studie wurden die 500 größten Städte und Kommunen in Deutschland einbezogen und nach den Themen digitale Infrastruktur, eGovernance, Mobilität und Energie befragt. Mehr als jede fünfte Kommune nahm im Zeitraum von Ende Juli bis Ende September 2018 an der Befragung aktiv teil. Das Fazit: „Kommunen müssen bei der Digitalisierung jetzt mehr Fahrt aufnehmen. Sonst besteht die Gefahr, dass sie von der Entwicklung abgehängt werden und somit an Attraktivität sowohl als Arbeitgeber als auch als Wohn- und Arbeitsort verlieren“, sagt Dr. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. „Positiv stimmt uns hingegen, dass viele der Themen in den Kommunen angekommen sind und für die kommenden Jahre digitale Umbauvorhaben geplant werden.“ Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund eines flächendeckenden Ausbaus des neuen Mobilfunkstandards 5G wichtig.

Kapazitäten und Know-how fehlen häufig
Problematisch ist, dass es an Kapazitäten und Know-how fehlt, die Vorhaben zügig umzusetzen. „Die verhältnismäßig geringe Nutzung von Fördermöglichkeiten zeigt, dass ein Abbau der Förderbürokratie und mehr Beratung dringend notwendig sind“, so Gürkan Ünlü, Leiter der Geschäftsentwicklung bei der TÜV Rheinland Consulting sowie Leiter des Corporate Center of Excellence Data Analytics bei
TÜV Rheinland. „Aus unserer Sicht ist es nötig, Lösungen für Digitalisierungsprojekte anzubieten, die sich auf mehrere Städte und Kommunen übertragen lassen. Keine Stadt hat etwas davon, das Rad jedes Mal neu zu erfinden. Eine ‚One-size-fits-all‘-Lösung würde den Gemeinden dabei helfen, einerseits Fördergelder abzurufen und andererseits neue und innovative Digitalisierungskonzepte umzusetzen.”

Ergebnisse zu digitaler Infrastruktur, eGovernance, Mobilität und Energie
Die Ergebnisse des „Smart City Readiness Check“ umfassen die vier Themenbereiche digitale Infrastruktur, eGovernance, Mobilität und Energie. Die Resultate stehen unter (Link) zum Download bereit. Weitere Details werden der Innovators Club des Deutschen Städte- und Gemeindebunds und TÜV Rheinland im Rahmen der Smart City Plaza auf der Glasfasermesse „Fiberdays19“ am 28. und 29. März in Wiesbaden vorstellen.

Smart City Readiness Check: Studiendesign
Der Smart City Readiness Check wurde vom Innovators Club des Deutschen Städte- und Gemeindebundes gemeinsam mit TÜV Rheinland erstellt. Zur Teilnahme an der Studie wurden die 500 größten Städte und Gemeinden in Deutschland – überwiegend Mitglieder des Deutschen Städte- und Gemeindebundes – eingeladen. In allen Aspekten an der Befragung teil genommen haben zwischen Juli und September 2018 insgesamt 81 Kommunen. Die Studie umfasst 45 einzelne Faktoren aus den Kategorien digitale Infrastruktur, eGouvernance, Mobilität und Energie. Die vollständige Studie mit allen Ergebnissen des Smart City Readiness Check wird voraussichtlich ab Mai 2019 verfügbar sein.

Der Innovators Club ist die kommunale Ideenschmiede des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Im Innovators Club arbeiten Oberbürgermeiste(rinnen), Bürgermeister(innen). Landräte und weitere kommunale Entscheidungsträger interdisziplinär gemeinsam mit Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik an Zukunftsthemen der Kommunen. Der Innovators Club wird von namhaften Unternehmen, darunter TÜV Rheinland, in seiner Arbeit unterstützt.