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SD-WAN: Motor für mehr Fortschritt

Das Netzwerk sollte eine zuverlässige und schnelle Verbindung sowie Sicherheit für alle Anwendungen liefern. Wie lassen sich diese Parameter am besten erreichen? Eine mögliche Lösung: ein Netzwerk, das ganzheitlich Software-basiert und virtualisiert funktioniert.

Sprinter Netzwerk Bildquelle: © Liu Zishan 02-123rf

Das Netzwerk bildet die Basis für zahlreiche Innovationen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Virtual Reality und Internet der Dinge.

Die Digitale Transformation ist allgegenwärtig: Neue Technologien wie Künstliche Intelligenz, Virtual Reality und das Internet der Dinge beeinflussen und verändern Unternehmensabläufe und -infrastrukturen. Diese Entwicklungen wirken sich auch auf die Rechenzentren aus, die den notwendigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Aus diesem Grund arbeiten Unternehmen zunehmend in Public Clouds, die mehr Agilität, Flexibilität und Schnelligkeit versprechen. Doch können diese Parameter weiter optimiert werden? Ja, und zwar mit einem Netzwerk, das ganzheitlich Software-basiert funktioniert und Unternehmen eine einheitliche, sichere und flexible Netzwerklösung bietet: ein virtuelles Cloud-Netzwerk. Doch wie funktioniert ein solches Netzwerk?

Hardware-basierte Netzwerke erreichen ihre Grenzen
Trotz neuer Technologien, die mit der Digitalisierung einhergehen, setzen die meisten Unternehmen nach wie vor auf traditionelle, Hardware-basierte Netzwerke. Physisch vorhandene Kabel gewährleisten zwar eine konstante Verbindung, diese ist allerdings vergleichsweise teuer, langsam und unflexibel. Besonders bei der Migration von Daten zwischen traditionellen, physischen Rechenzentren besteht ein hohes Sicherheitsrisiko und Daten können verlorengehen.

Auch die steigenden Datenmengen stellen für traditionelle Rechenzentren ein Problem dar. Durch neue Technologien, die immer mehr in den Alltag integriert sind, werden auch immer mehr Daten produziert, die irgendwo gespeichert werden müssen. Das Internet der Dinge beispielsweise beeinflusst das Datenwachstum enorm. Dadurch, dass immer mehr Geräte miteinander vernetzt sind, werden auch automatisch mehr Daten generiert. Allerdings sind wir bei IoT, KI und autonomem Fahren erst am Anfang – die Masse an Daten wird weiter steigen. Ihre schiere Menge führt für Unternehmen allerdings noch nicht zum gewünschten Wettbewerbsvorteil. Die Daten müssen interpretiert werden und Netzwerke müssen diese Informationen von jedem Standort aus bereitstellen können – schnell, sicher und unabhängig vom Endgerät. Doch hierbei erreichen Hardware-basierte Rechenzentren ihre Grenzen. Traditionelle Netzwerke sind nicht in der Lage, diese Menge an Daten ausreichend zu identifizieren, zu analysieren und zu schützen. Dadurch entsteht Stillstand, keine Innovation. Viele Unternehmen setzen in diesem Zusammenhang bereits auf Public oder Hybrid Clouds, die mehr Agilität und Flexibilität ermöglichen. Doch davon profitieren Unternehmen nur, wenn diese Flexibilität im gesamten Netzwerk, also zum Beispiel sowohl für Hardware-basierte Server als auch für virtuelle Clouds, gewährleistet ist.

Aktuell werden zehn Prozent der Daten, die Unternehmen generieren, außerhalb eines traditionell zentralisierten Rechenzentrums gerzeugt und verarbeitet. Laut Gartner soll dieser Anteil bis zum Jahr 2022 auf 50 Prozent steigen. Dementsprechend essenziell ist es bereits jetzt, virtuelle Netzwerke zu schaffen, in denen die Daten und Anwendungen gespeichert und geschützt werden können.

Warum das eigene Netzwerk virtualisieren?
Netzwerke sind vergleichbar mit Motoren: Bei einem Fahrzeug sind sie ausschlaggebend für Leistung und Effizienz. Ohne Motor fährt ein Fahrzeug nicht – er ist dafür verantwortlich, dass eine Person von A nach B kommt. Genauso bilden Netzwerke das Herzstück von Unternehmen. Sie ermöglichen Leistung und sorgen dafür, dass interne Abläufe funktionieren und darüber hinaus Fortschritt stattfinden kann.

Die Virtualisierung von Netzwerken meint nicht, bestehende physische Netzwerkverbindungen aufzulösen, sondern Software mit Hardware zu verbinden und in die bestehende Infrastruktur zu integrieren. Dabei werden einem Netzwerk virtuelle Schichten hinzugefügt. Auf diese Weise können unterschiedliche Netzwerksegmente ohne physisches Netzwerk miteinander verbunden werden. Der Vorteil: Daten und Anwendungen können unabhängig voneinander und von einem einzigen physischen Standort innerhalb eines virtualisierten Netzwerks gespeichert, verwaltet und überwacht werden. Die Kapazitäten für Sicherheit und Storage sind aufgrund der Flexibilität der einzelnen Segmente unbegrenzt. Ein weiterer Vorteil ist die Skalierbarkeit. Dem Netzwerk können je nach Szenario einzelne Schichten hinzugefügt oder entfernt werden. Dabei hat jeder Nutzer unabhängigen Zugriff auf alle Segmente. Die Daten und Anwendungen auf den einzelnen Schichten werden jeweils unabhängig voneinander gesichert. Dies ermöglicht eine höhere Ausfallsicherheit des Netzwerks und Flexibilität in der Verwaltung. Zudem können jedem Segment externe Speichermedien hinzugefügt werden. Für Unternehmen ergibt sich somit oftmals die Möglichkeit, agiler zu arbeiten.