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Digital Signage: Digitale Mitarbeiteransprache

Digital Signage am Point of Sale ist inzwischen kein neues Medium mehr. Die Kommunikation mit Mitarbeitern in Firmengebäuden erfolgt aber oft noch altmodisch über die sprichwörtlichen schwarzen Bretter oder über Plakate in Informationsvitrinen. Doch auch hier macht die Digitalisierung nicht halt.

Digital Signage Mitarbeiteransprache Bildquelle: © Netscreens

Digital Signage bietet mit digitalen Infoscreens für Mitarbeiter viele neue Möglichkeiten für die Unternehmenskommunikation, denn es gibt zum einen auch heutzutage noch viele Tätigkeiten, die nicht an einem PC-Arbeitsplatz stattfinden – und damit auch Mitarbeiter, die man über diese Medien nicht regelmäßig erreicht. Zum anderen ist es manchmal sinnvoll, Informationen ortsbezogen zu verbreiten. Das gilt zum Beispiel für das Speisenangebot der Betriebskantine, das man als Kantinengast an Ort und Stelle braucht. Oder für aktuelle Informationen zu Abfahrtszeiten der nächstgelegenen Haltestelle, die nur in der Nähe des Gebäudeausgangs hilfreich sind, dort jedoch von Mitarbeitern als Service gerne angenommen werden. In größeren Unternehmen oder Institutionen ist es sicher auch zweckdienlich, Informationen zu den Abteilungen innerhalb der Bereiche über Infoscreens publik zu machen, etwa zu anstehenden Events, lokalen Meetings oder zu Projektfortschritten. Hier spielt Digital Signal seinen größten Trumpf aus, nämlich die Geschwindigkeit. Infoscreens sind dafür prädestiniert, kurze Informationen schnell zu verbreiten und können damit andere Kommunikationskanäle wie Mitarbeitermagazine, Newsletter oder Blogs ideal ergänzen.

Denn als Rezipient nimmt man in Wartesituationen kurze Informationen besser auf, als wann man diese gebündelt etwa als Newsletter erhält. Auch wenn das wissenschaftlich bislang wenig belegt ist, hat es fast jeder selbst einmal in einer U-Bahnstation erlebt. Während man dort wartet, lässt man sich gerne von einem Infoscreen ablenken und nimmt dabei sozusagen en passant die vermittelten Informationen wahr. Ideal als Aufstellorte für Mitarbeiter-Infoscreens sind daher Verweil- oder stark frequentierte Transiträume, bei denen die Rezipienten zeitweise warten müssen, etwa vor Aufzügen, an Rolltreppen oder Einlassanlagen. Da man als Mitarbeiter diese Touchpoints in der Regel mehrmals täglich passieren muss, wird die Prägnanz einer dort vermittelten Botschaft durch das wiederholte Wahrnehmen erhöht. Wenn dabei die Inhalte bei der Anzeige animiert dargestellt werden, wird zudem ein Urinstinkt des Menschen angeregt, der dafür sorgt, dass man als Passant kaum umhin kommt, den Infoscreen nicht zu beachten.

Damit die Mitarbeiter Infoscreens jedoch auch langfristig beachten, ist es unerlässlich, dass die Inhalte der Screens dauerhaft interessant bleiben und gut gestaltet sind. Dafür benötigt der Betreiber eine professionelle Digital-Signage-Software, die das Inhaltemanagement und die Verteilung der Contents auch auf mehrere Infoscreens von zentraler Stelle aus ermöglicht.

Moderne Digital-Signage-Systeme stellen oft die Möglichkeit bereit, dass mehrere Redakteure Beiträge zu den angezeigten Inhalteschleifen hinzufügen können. So können zum Beispiel einzelne Abteilungen eines Unternehmens selbst Beiträge für die Infoscreens verfassen oder anzuzeigende Terminkalender befüllen.

Damit das möglichst einfach geht, empfiehlt es sich, ein vorlagenbasiertes Digital-Signage-System zu verwenden. Solche Vorlagen sind dann lediglich mit Texten, Bildern oder Daten zu ergänzen und sorgen zudem für eine CI-gerechte Darstellung der Inhalte auf den Infoscreens. Letzteres ist für die Akzeptanz als Kommunikationskanal eines Unternehmens ohnehin unerlässlich. Zudem können solche Vorlagen auch dafür sorgen, dass Regeln der Kommunikation über Infoscreens eingehalten werden, also Texte eine geeignete Länge haben und Bilder die passende Auflösung. Dies ist immer dann besonders wichtig, wenn auch Nichtfachleute Inhalte selbst veröffentlichen dürfen. Natürlich können Digital-Signage-Systeme in Unternehmen auch auf andere Kommunkationskanäle hinweisen, etwa indem sie Headlines aus Social-Media-Veröffentlichungen oder RSS-Feeds automatisiert in solchen Vorlagen anzeigen.

In der Praxis hat es sich gezeigt, dass es der dauerhaften Akzeptanz von Infoscreens sehr zuträglich ist, wenn diese neben den Corporate News auch Infotainment-Inhalte anzeigen. Da solche Inhalte die Möglichkeiten der Fachabteilung in den Unternehmen meist überfordern würden, bieten viele Digital-Signage-Softwareanbieter Infotainmentinhalte als fertige Module an, die sich aus externen Quellen automatisch mit Inhalten füllen. Das reicht vom lokalen Wetterbericht bis hin zur Haltestellenanzeige des ÖPNV.