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Cognizants fünf Top-Trends: Auf digitalen Pfaden in das Jahr 2019

Der Ausblick auf 2019 gestaltet sich vielversprechend. Cognizant wirft einen Blick auf die Technologien, die aktuell Marktreife erlangen und in den Mainstream drängen – und zeigt fünf Top-Trends, die 2019 eine zentrale Rolle spielen werden.

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Was bleibt aus dem vergangenen Jahr in Erinnerung? Da wären zum einen diverse Datenlecks bei Tech-Giganten, die unser Bewusstsein für den Datenschutz geschärft haben; zum anderen ereigneten sich fatale Unfälle mit autonomen Fahrzeugen und die Kryptowährung Bitcoin verlor dramatisch an Wert. Zweifellos: 2018 war für die Tech-Industrie kein Erfolgsjahr. Cognizant sieht für dieses Jahr eine positive Entwicklung in diesem Bereich und zeigt im folgenden fünf Top-Trends für 2019.

1. Von Machine zu Deep Learning

Auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) spielen sich rasante Entwicklungen ab. Deep-Learning-Systeme, bei denen Computer anhand vorgegebener Datenmuster ihr Verhalten optimieren, fanden 2018 Eingang in kommerzielle Anwendungen. Das Potenzial ist für viele Branchen enorm. Der Markt wird sich im kommenden Jahr weiter ausdehnen, wenn Deep Learning vielerorts an die Stelle von Machine Learning treten wird.

Während Machine Learning ungeheure Mengen an Daten und Mustern erfordert, um Bilder und Szenarien zu verstehen und sich selbst zu programmieren, benötigt Deep Learning für einen funktionierenden Betrieb erheblich weniger Datenfutter. Dabei kommt der Lernmechanismus mit marktgängiger Hardware aus. Zu nennen sind hier beispielsweise Intels Nirvana-Chipsatz oder sogar der Apple A12 Bionic-Chip.

Deep Learning kann seine Stärken bei nicht klassifizierten, unstrukturierten und unbeaufsichtigten Lernszenarien ausspielen; es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Technologie in weiteren Branchen Fuß fasst – etwa bei der Erdölexploration, beim Management von Energienetzen, für ärztliche Diagnosen von Erkrankungen wie Epilepsie sowie im Rahmen von Grenzkontrollen

2. Unternehmen sehen in Maschinen zunehmend „verlässliche Mitarbeiter“

Trotz der Angst vor Stellenkürzungen, die manche angesichts des Vormarsches intelligenter Systeme umtreibt, spüren viele Unternehmen bereits die positiven Effekte dieser Technologien und richten ihre Talentpools daran aus. Die Systeme erweitern das Aufgabenfeld hoch qualifizierter Fachkräfte in Sektoren wie dem Gesundheits- und Finanzwesen. Viele, darunter auch die Massenmedien, sehen im Aufkommen dieser neuen Systeme den Anfang vom Ende des Arbeitsmarktes in seiner jetzigen Form. Durch die neuen Technologien werden aber auch neue Stellen geschaffen, wie die Whitepaper 21 Jobs of the Future und 21 More Jobs of the Future von Cognizant belegen. Demnach werden künftig Rollen wie die des Man-Machine-Managers entstehen. Weitere Rollen, die den ursprünglichen menschlichen Aufgabenbereich erweitern, werden folgen, wenn Mitarbeiter und Unternehmen zunehmend mit intelligenten Systemen vertraut werden.

3. Von Plastik zu verpackungsfrei

Ein beherrschendes Thema 2018 waren die verheerenden Auswirkungen von Plastikmüll. Die Problematik ist inzwischen fest im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert und auch der Technologiesektor trägt dieser Entwicklung Rechnung. Als Vorreiter hat Google einen 21,5 Millionen Euro schweren Förderwettbewerb namens Impact Challenge ins Leben gerufen, der Unternehmen dazu ermutigt, Umwelt- und gesellschaftliche Probleme mithilfe künstlicher Intelligenz zu lösen.

Innovative Lösungen für die Plastikkrise werden zukünftig verstärkt in Angriff genommen. Der britische Kosmetikhersteller Lush ist ein langjähriger Verfechter von Müllreduzierung – 40 Prozent seiner Produkte sind bereits verpackungsfrei. Jetzt geht das Unternehmen noch einen Schritt weiter: Auf Basis des Google-Frameworks TensorFlow macht sich die Lush Lens-App KI und Produkterkennung zu eigen, um komplett auf Verpackung zu verzichten: Informationen zur Herkunft eines Produkts können bequem auf dem Mobilgerät des Kunden abgerufen werden, sodass das Erfordernis von Produktetiketten entfällt.

Die Technologie wird derzeit in einem Mailänder Lush-Shop getestet, der komplett verpackungsfrei ist. Wir sind überzeugt, dass eine zunehmende Anzahl an Technologiekonzernen diesem Beispiel 2019 folgt und innovative Lösungen für drängende Nachhaltigkeitsfragen unserer Zeit entwickeln wird.