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IoT-Security: Wie Telekommunikations-Provider das Smart Home schützen können

Smarte Geräte sollen das Leben erleichtern, haben aber auch Schwachstellen in der IT-Sicherheit, die die sensiblen persönlichen Daten der Nutzer unwissentlich in Gefahr bringen. Es gibt einen zentralen Punkt im Smart Home, über den alle Daten der damit verbundenen Geräte laufen: der Router.

Smart Home Bildquelle: © Alexander Kirch-123rf

Es ist eine große Herausforderung, alle IoT-Geräte zu schützen, was unter anderem an der Vielzahl der Geräte und an den unterschiedlichen Systemen liegt, mit denen sie betrieben werden. Einer Studie von IHS Markit zufolge, werden bis 2019 die WLAN-Gateways oder Router, die von Breitbandanbietern zur Verfügung gestellt werden, bei knapp 90 Prozent liegen. Eine Zusammenarbeit von Breit-bandanbietern und Sicherheitsherstellern ist deswegen zwingend erforderlich, um den Anwendern die Möglichkeit zu geben, ihre Smart Homes und vernetzten Geräte auf einfache und effiziente Weise zu schützen. Der Router ist das Gateway zum Internet – und ist dieser nicht ausreichend gesichert, können Internetkriminelle von jedem vernetzten Gerät aus eine Vielzahl von Angriffen starten.

Risiken, mit denen Anwender konfrontiert werden

Das IoT zeigt, wie Schwachstellen in der Internetsicherheit auch zu Bedrohungen im realen Leben werden können. So erlauben gehackte IoT-Geräte den Angreifern ganz konkrete Einblicke, ob jemand zu Hause ist oder nicht. Wenn das heimische Thermostat oder die Leuchtmittel beispielsweise zwei Wochen lang anders programmiert werden, könnten die Angreifer daraus schließen, dass die Hausbewohner in dieser Zeit im Urlaub sind und die Gelegenheit für einen Einbruch günstig ist. Angreifer können sich außerdem mit Amazons Alexa oder einem Google-Home-Gerät unerlaubt Zugriff zu einer Wohnung verschaffen, indem sie den gehackten Geräten den Befehl erteilen, die Haustür zu öffnen – sollte die Tür Teil der Smart-Home-Technologie sein, ist es für Einbrecher somit ein Kinderspiel, in das Haus zu gelangen.

Ein häufig vernachlässigtes Risiko im Zusammenhang mit IoT-Geräten ist, dass persönliche Kreditkarteninformationen oder getrackte Bewegungsprofile von Geräten in falsche Hände gelangen könnten. Dazu muss man sich vor Augen führen, wie viele Informationen ein IoT-Gerät sammeln kann: Webcams erfassen alles, worauf sie gerichtet sind, Smart TVs sowie digitale Sprachassistenten können Geräusche aufnehmen und intelligente Leuchtmittel sowie Thermostate lassen darauf schließen, ob jemand zu Hause ist oder nicht.

Für Cyberkriminelle ist es außerdem ein Leichtes, Smart Homes mit Schwachstellen zu finden: IoT-Suchmaschinen, die angreifbare Geräte auflisten, sind im Internet frei verfügbar.