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Projektmanagement: Digitalisierung erfolgreich managen

Die Digitalisierung krempelt die Weltwirtschaft um. Viele deutsche Firmen haben die Entwicklung bislang allerdings verschlafen oder gehen nur halbherzig vor. Auf viele Weltmarktführer und Hidden Champions warten drastische Konsequenzen, wenn sie nicht an Tempo zulegen.

Bildquelle: © ra2 studio - fotolia

 Die digitale Transformation eines Unternehmens klingt komplex. Wo setzt man überhaupt an? Welche Fehler gilt es zu vermeiden? Und wie bringt das Digitalisierungsprojekt den gewünschten Erfolg? Entscheidender Faktor ist ein Projektmanagement mit Methoden, das auch Großprojekte im Zaum hält, und sich dabei nicht verzettelt. „Agil“ sollte es zudem auch sein. Diese Wunderwaffen gibt es tatsächlich. Sogar bestens spezifiziert und ohne Lizenzgebühren.

Tatsächlich mag es ja Unternehmer geben, die keinen Ansatzpunkt für „Digitalisierung“ sehen – denn dieses oft strapazierte Schlagwort muss in jedem Unternehmen ganz individuell angegangen werden. Wo sind Brüche zwischen den realen, physischen Prozessen und den digitalen Abläufen? Die muss Mann oder Frau erstmal finden. Hinzu kommt, dass selbst bereits vorhandene digitale Prozesse „cloudfähig“ gemacht, also softwaretechnologisch auf den jüngsten Stand gebracht werden müssen. 89 Prozent, die meisten der deutschen Unternehmen haben allerdings erkannt, dass die Digitalisierung eher Chancen bietet. Nur 8 Prozent betrachten sie vor allem als Risiko, so eine Bitkom-Studie, die Mitte des Jahres veröffentlicht wurde. Nach erfolgter interner Digitalisierung wollen zwei von drei Unternehmen ihre Geschäftsmodelle im Zuge dessen anpassen oder verstärkt auf die zahlreichen neuen digitalen Plattformen setzen. Soweit die guten Nachrichten.

Die schlechte ist: Nach eigener Einschätzung hinken 58 Prozent der deutschen Unternehmen bei der Digitalisierung noch hinterher. Lediglich 35 Prozent sehen sich als Vorreiter dieser Entwicklung. Wobei es gerade kleinen Unternehmen besonders schwer fällt, sich an die neuen Bedingungen anzupassen und dafür auch Zeit und Geld aufzuwenden. Nur 19 Prozent der Firmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern und 25 Prozent der Unternehmen mit 100 bis 499 Mitarbeitern werden demnach in diesem Jahr konkret in digitale Geschäftsmodelle investieren.

Erfolgreiche Digitalisierung ist ein ganzheitlicher Prozess, der tief in die DNA des Unternehmens eingreift, bisherige Fehlentwicklungen schmerzlich zu Tage bringen kann und nur unter Mitnahme aller Beteiligten gelingen wird. Das geht natürlich nicht zum Nulltarif. Doch für diejenigen, die jetzt nicht investieren, könnte nächstes Jahr der Zug schon abgefahren sein.

Die Politik hat das übrigens längst erkannt. Nicht umsonst war die Bewältigung der digitalen Herausforderungen eines der Top-Themen beim diesjährigen Weltwirtschaftsgipfel in Davos. Digitalisierung wird die Arbeitswelt radikal umkrempeln, Berufsbilder verändern, neue Arbeitsplätze schaffen, alte vernichten und zudem lebenslanges Lernen erfordern. Allein deshalb kann sie nur gelingen, wenn Menschen, Bürger sowie Arbeitnehmer an einem Strang ziehen.

Erfolgsfaktoren für die Digitalisierung

Ohne die Akzeptanz der digitalen Transformation in der Mitarbeiterschaft und eine Veränderung des Mindset vom Vorstand bis zur untersten Ebene im Unternehmen kann eine so tiefgreifende Umwälzung nicht gelingen. Die wichtigsten Punkte:

  • eine klare strategische Ausrichtung durch die Vorstandsebene;
  • die Bereitschaft, digitale Prozesse jenseits vorhandener, eingefahrener Abteilungsstrukturen durchzusetzen;
  • die geschickte Priorisierung unter Fokussierung auf den Nutzen;
  • und ein stabiler, aber anpassungsfähiger Rahmen für die Steuerung der digitalen Prozesse, bei dem vorhandene gute Ansätze klar erkennbar und wiederverwendbar werden.

Für die Wahl der passenden Projektmanagement-Methode bedeutet dies: Sie sollte bewährt und praxisorientiert sein, einen standardisierten und kontrollierten Verlauf der Projekte garantieren, nutzerorientiert sein, klare Handlungsempfehlungen geben, ganzheitlich und umfassend sein, alle Stakeholder im Unternehmen einbinden, aber auch anpassbar bleiben und ein Eingreifen des Managements nur in Ausnahmefällen benötigen.  

Das sind genau die Stärken von PRINCE2 . Gewachsen aus dem Wunsch nach einem standardisierten Projektmanagement für IT-Projekte in Großbritannien, und dort immer noch De-facto-Standard, wird PRINCE2 längst in allen Arten von Projekten eingesetzt. Weltweit vertrauen über eine Million zertifizierter Projektmanager in 150 Ländern auf die bewährten sieben Prinzipien, sieben Themen und sieben Prozesse.