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funkschau-Serie Digitalpioniere: Mindset, Macher-Mentalität und Mut

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Zeit für Veränderung - jetzt!

Dominik Neumann, CGI Bildquelle: © CGI

Dominik Neumann, Head of Digital Transformation beim IT-Dienstleister CGI

Was war 2018 rückblickend Ihr größter Schritt (Projekt/Lösung/Strategie) im Zuge der Digitalen Transformation?

Dominik Neumann: Wie die neueste CGI-Kundenbefragung bei mehr als 1.400 Entscheidern zeigt, verfolgen unsere Kunden vor allem zwei große Ziele: Wie zu erwarten, wollen sie neue Business-Lösungen entwickeln – und das schneller und flexibler als bisher. Zum anderen steht auch die grundlegende Transformation der IT im Fokus, denn nur diese ermöglicht es, die neuen Lösungen in kürzeren Release-Zyklen auf den Markt zu bringen. Hierzu haben wir bei CGI im letzten Jahr zwei wichtige Programme umgesetzt: CGI Next und DrivingDigital. Im Rahmen von CGI Next entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden neue Geschäftslösungen, die von Applikationen bis hin zum Bereich Robotics und KI reichen und dabei helfen, Prozesse oder Services zu optimieren. Aktuell arbeiten wir an einer Lösung, die mit Hilfe von geografischen Daten und Bildsimulationen Kunden im Public-Sektor bei Infrastrukturplanungen wie E-Mobilität, Stromnetzen oder Umweltschutz unterstützt. Zusätzlich helfen wir unseren Kunden mit dem Programm CGI DrivingDigital bei der Modernisierung und Transformation ihrer IT. Ein wichtiger Bestandteil sind unter anderen unsere Digital Lab Services, die Kunden bei der Entwicklung von cloudnativen Anwendungen unterstützen.

Ulrike Meyer, Willenbrock Fördertechnik Bildquelle: © Willenbrock Foerdertechnik

Ulrike Meyer, Leitung Digitale Lösungen bei Willenbrock Fördertechnik

Ulrike Meyer: Unser größter Schritt 2018 war die Einstellung einer Big Data Analystin. Da Willenbrock Fördertechnik und unsere gesamte Branche sehr „Stahl und Eisen“-geprägt ist, muss der Umgang mit Daten und den Möglichkeiten, die sie bieten, erst langsam „erlernt“ werden. Kaum war unsere Analystin gestartet, gab es die ersten Insights des Unternehmens, die aus dem Bauch heraus niemand hätte bestimmen können. Hunderttausende Datensätze in den schwierigsten Kombinationen sind ein Leichtes für die Analystin und ihre Analysen und Auswertungen lassen zu, aufgestellte Thesen schnell zu verifizieren oder zu verwerfen. Daten können somit eine hervorragende Unterstützung der Management-Entscheidungen sein. Natürlich liefert die Datenanalyse ab und an auch lustige Anekdoten, wie zum Beispiel, dass sich Stapler am besten dienstags und donnerstags bei 18-21 Grad und bewölktem Himmel verkaufen lassen.

Stefan Zach, Wieland Gruppe Bildquelle: © Wieland Gruppe

Stefan Zach, der Director Supply Chain Management (IT) agiert als Digital Change Lead bei der Wieland Gruppe

Stefan Zach: Ganz einfach: Dem Digital Change Team bei Wieland ist es gelungen, die Mitarbeiter im Unternehmen mit dem Virus der Digitalen Transformation zu infizieren. Ob der Wandel zur Digitalisierung erfolgreich ist, ist keine Frage der Technik. Es geht um Veränderung von Mindset und Kultur. Diese wiederum erfordert eine Vision, eine Roadmap und ein mitreißendes Team. Wir sind auf einem guten Weg, durch Begeisterung und Macher-Mentalität Veränderungen anzustoßen. Das cross-funktionale Team agiert als Multiplikator und infiziert die Mitarbeiter in den Fachbereichen. Die Digital Change Team Mitglieder haben erkannt: Die Digitalisierung von Prozessen und der Einsatz von Collaboration-Tools bietet ein unermesslich großes Potenzial. Die Zeit ist reif – jetzt!

Ralf Drews, Greif-Velox Bildquelle: © Greif-Velox

Ralf Drews, Geschäftsführer der Greif-Velox Maschinenfabrik

Ralf Drews: Für Greif-Velox war 2018 sowohl von diversen digitalen Optimierungsmaßnahmen in internen Prozessen als auch durch digitale Produktinnovationen geprägt. Die Dynamik der Märkte und Entwicklung der technischen Möglichkeiten muss in einer erfolgreichen Firma in einer größtmöglichen Flexibilität interner Prozesse und im Denkmuster der Mitarbeiter abgebildet werden. Der größte Schritt im Zuge der Digitalen Transformation bestand 2018 darin, ein Konzept für den weitestgehend digitalen Durchlauf von Kundenprojekten zu erarbeiten: beginnend beim Anlagenkonzept über die Anpassung der Produktplattformen bis hin zur Fertigungsvorbereitung. Die Umsetzung wird uns in Zukunft volle Transparenz über den voraussichtlichen Projektverlauf, die Projektkosten und den aktuellen Projektstatus geben und damit unsere Prozesseffizienz stark erhöhen.