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Telematik: Verband Open Telematics e.V. gegründet

Vereinheitlichung und Vereinfachung sind an vielen Stellen der digitalen Transformation das Gebot der Stunde. Das betrifft auch den digitalen Austausch von Auftrags- und Logistikdaten. Einheitliche Standards sind hier dringend erforderlich. Ein neugegründeter Verband will genau dazu beitragen.

Open Telematics e.V. Telematik Bildquelle: © Open Telematics e.V.

Das Gründungsteam von OpenTelematics: Hans-Jörg Nolden, Vorstand Thomas Gräbner, Jens Uwe Tonne und Daniel Thommen (v. l. n. r.)

Anliegen des im Juli 2018 gegründeten Verbands Open Telematics e.V. ist der einfache Austausch von Logistikdaten. Denn mobile Auftrags- und Telematikdaten intern und über die Unternehmensgrenzen hinaus digital auszutauschen, ist für Anwender oftmals noch gar nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohen Investitionen möglich. Die dazu nötigen Schnittstellen zu vorhandenen ERP- oder Transportmanagementsystemen müssen Lösungsanbieter häufig erst realisieren – nicht selten unter großem Zeit- und Kostenaufwand.

Softwareunabhängige Standardschnittstelle
Abhilfe soll eine softwareunabhängige Standardschnittstelle schaffen, die von den vier Gründungsmitgliedern des Verbands entwickelt wurde: Jens Uwe Tonne (Vorstand von Couplink), Daniel Thommen (Vorsitzender der LostnFound-Gruppe) Hans-Jörg Nolden (Geschäftsführer von Navkonzept) sowie Thomas Gräbner (Vertriebsleiter von Yellow Fox).

„Die Idee eines eigenen Verbands ist im Rahmen der Nufam 2017 entstanden. Wir haben festgestellt, dass wir und vor allem unsere Kunden vor den gleichen Herausforderungen stehen“, beschreibt Thomas Gräbner, Vorstand von OpenTelematics, die Beweggründe. Kundenprojekte stagnierten oder verliefen häufig sehr langwierig, da zunächst die Schnittstellenanbindung an das Primärsystem vorgenommen werden musste. „Doch viele Unternehmen scheuen sich regelrecht noch vor einer Digitalisierung und den damit verbundenen Kosten“, so Gräbner weiter.

Interessenvertretung ohne kommerzielle Ziele
Nach intensivem Austausch war daher klar, dass man das Know-how in einem Verband bündeln und eine gemeinsame Lösung für alle Unternehmen schaffen wolle, bei denen mobile Daten anfallen.

Der Verband sieht sich selbst als eine unabhängige Interessenvertretung von Telematikanbietern sowie Soft- und Hardwareherstellern, der keine kommerziellen Ziele verfolge.

Zudem suchen die Initiatoren von Open Telematics noch Telematikanbieter sowie Softwarehersteller von ERP- und TMS-Lösungen, die Mitglied des Verbands werden wollen und sich so an der Weiterentwicklung der Standardschnittstelle beteiligen möchten. „Denn nur wenn so viele Lösungsanbieter wie möglich den neuen Standard nutzen, kann letztendlich die Digitalisierung in der breiten Masse vorangetrieben werden“, so Gräbner.