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Digital Workplace: Jenseits der Automatisierung

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Verbesserte Zusammenarbeit

AI und Collaboration Bildquelle: © Cognitive Diversity: AI & The Future of Work, Tata Communications, 2018

Unternehmen werden immer bunter und multikultureller, aber mangelnde Sprachkenntnisse und kulturelle Missverständnisse können zum Hindernis für die Zusammenarbeit werden.

Aber die Zukunft der Arbeit besteht nicht nur in der Automatisierung von Aufgaben, sondern auch in der Verbesserung der Zusammenarbeit. Automatisierte Transkription ist ein nützliches Werkzeug, aber Geräte wie interaktive Whiteboards, die Bilder und Live-Stream-Inhalte erfassen, bieten ganz andere Möglichkeiten: Sie erwecken Meetings zum Leben und schaffen ein ansprechendes und informatives Ambiente, in dessen Mittelpunkt eine verbesserte Zusammen-arbeit steht. Diese Funktion, unterstützt durch zeitsparende Technologien wie zum Beispiel Sprachsteuerung wie Amazon Echo zur Einwahl in Anrufe und als Freisprecheinrichtung, zeigt, wie der Arbeitsplatz der Zukunft aussehen wird: eine Bündelung von Ressourcen, die das Leben der Mitarbeiter einfacher machen und zu besseren Resultaten führen.

Bei aller Euphorie über die Möglichkeiten des Arbeitsplatzes der Zukunft sollten Unternehmen allerdings realistisch bleiben, denn: Die Auswirkungen von KI auf den Arbeitsplatz sind nur so gut wie ihre Gestaltung und Umsetzung. Schlecht implementierte KI könnte katastrophale Auswirkungen auf ein Unternehmen, seine Kunden und seine Mitarbeiter haben. Unternehmen, die nach Produktivitätssteigerungen suchen, sind gut beraten, klein anzufangen und die Ergebnisse sorgfältig zu messen und zu evaluieren. Allerdings sollten sie diesen kleinen Anfang bald planen, da das anfängliche Lernen entscheidend ist, um zu erkennen und zu priorisieren, wo Künstliche Intelligenz eine positive Wirkung haben und wo man getrost darauf verzichten kann.

Die Zukunft der Arbeit muss keine seismische Verschiebung des aktuellen Stands der Dinge sein. Sie muss sich lediglich auf die Verbesserung der Qualität von Aufgaben konzentrieren, die im Büroalltag eine wichtige Rolle spielen. Da sich die Kommunikations- und Kollaborationstechnologien immer weiter verbessern, werden mehr Mitarbeiter aus der Ferne arbeiten. Das bedeutet auch: Unternehmen sind bei der Rekrutierung von Talenten nicht mehr auf die geografische Lage beschränkt, solange sie über die geeigneten Werkzeuge verfügen. KI kann bei der Verbesserung der Zusammenarbeit und der Steigerung der Produktivität helfen, indem sie als Erweiterung bestehender Tools fungiert und alltägliche Aufgaben automatisiert, die die wertvolle Zeit der Mitarbeiter in Anspruch nehmen.

Paul Scholey ist Vice President of International Sales bei Blue Jeans