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Standortindex DIGITAL: Deutschland ist internationaler Innovations-Spitzenreiter

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat die Ergebnisse des "Monitoring-Report Deutschland DIGITAL" vorgestellt. Er analysiert die Positionierung des Digitalstandorts Deutschland im internationalen Vergleich und die volkswirtschaftliche Bedeutung der deutschen Digitalen Wirtschaft.

DIGITAL Standortindex 2018 BMWi Bildquelle: © Kantar TNS

Bewertung der Länder in Bezug auf die Voraussetzungen, die sie der Digitalen Wirtschaft bieten (in Indexpunkten). Deutschland rückt auf Platz 5 vor und überholt damit Japan.

Wie hoch die Wachstumschancen der Digitalen Wirtschaft eines Landes sind, hängt entscheidend von den Voraussetzungen ab, die Unternehmen dort vorfinden. Diese Rahmenbedingungen bringt der Standortindex DIGITAL in einem Wert auf den Punkt. Deutschland erreicht im Standortindex DIGITAL 65 von 100 möglichen Indexpunkten. Damit verbessert sich die Bundesrepublik 2017 im Vergleich zum Vorjahr um einen Rang auf Platz fünf im Zehn-Länder-Vergleich und überholt Japan. Unverändert an der Spitze stehen die USA mit 85 Punkten. Südkorea verteidigt seinen zweiten Platz gegen Großbritannien, das mit einem Minus von einem Punkt auf Rang drei vor Finnland liegt. China gewinnt im Vergleich zum Vorjahr zwei Indexpunkte und verdrängt dadurch Frankreich auf Platz acht. Schlusslichter des Rankings sind Spanien mit 55 und Indien mit 46 Indexpunkten.

„Der deutsche Standort hat sich im vergangenen Jahr um einen Platz verbessert. Das ist erfreulich, allerdings besteht weiter Handlungsbedarf“, betont Tobias Weber, Director Business Intelligence bei Kantar TNS. „Stark ist Deutschland bei den Themen Innovation, Computerverbreitung und Risikokapital. Nachholbedarf sehen wir im Bereich der Digitalisierungsbereitschaft von Unternehmen sowie bei der flächendeckenden Verfügbarkeit von hohen Bandbreiten.“

Für den Standortindex DIGITAL haben Kantar TNS und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des BMWi 45 Kernindikatoren recherchiert und analysiert. Zur Verfügung stehen Werte der Weltmarktführer USA und Südkorea, der asiatischen Wachstumsmärkte China, Indien und Japan, der europäischen Marktführer Großbritannien und Finnland sowie der weiteren europäischen Vergleichsstandorte Frankreich und Spanien.

In der Kurzfassung des Monitoring-Reports Wirtschaft DIGITAL 2018 werden die 45 Kernindikatoren zu drei wesentlichen Teilbereichen zusammengefasst:

  • die Marktstärke (Erfolg und Leistungsfähigkeit der Digitalen Wirtschaft),
  • die infrastrukturellen und sonstigen Rahmenbedingungen
  • sowie die Nutzung von Technologien und Anwendungen.

In Sachen Innovationsfähigkeit ist Deutschland internationaler Spitzenreiter
Vor allem beim Thema Innovation hat Deutschland die Nase vorn. Beim Indikator Innovationsfähigkeit sieht das World Economic Forum (WEF) Deutschland auf Platz eins im internationalen Vergleich – vor den USA (Rang zwei) und Großbritannien (Rang drei). Die Innovationsfähigkeit bemisst sich unter anderem durch die Anzahl der Patente und der wissenschaftlichen Veröffentlichungen sowie durch die Zufriedenheit der Kunden. Auch bei Verbreitung von Computern in den Haushalten ist Deutschland Spitzenreiter. Mit einer Computerausstattung von 93 Prozent liegt Deutschland zusammen mit Finnland auf einem geteilten ersten Platz im Zehn-Länder-Ranking. Einen hervorragenden zweiten Platz (nach den USA) erreicht Deutschland bei der Verfügbarkeit von Risikokapital. Was die Mobilfunkpenetration, die Anzahl der Musikdownloads und die digitalen und technologischen Kenntnisse der Bevölkerung angeht, positioniert sich Deutschland jeweils auf Platz drei. Auch bei der Breitbandversorgung erreicht Deutschland (40 Prozent der Haushalte) den dritten Platz – nach Frankreich mit 44 und Südkorea mit 42 Prozent. Allerdings ändert sich hier das Bild mit wachsenden Ansprüchen an die Anschlussgeschwindigkeit: Was den Anteil der Glasfaseranschlüsse angeht, liegt Deutschland im internationalen Vergleich weit zurück.