Sie sind hier: HomeTelekommunikation

Mitarbeiter 40+: Weiterbildung? Ja bitte!

Viele Firmen verfügen über ein Potenzial, das ihnen nur selten bewusst ist: den reichen Erfahrungsschatz von Mitarbeitern, die älter als 40 Jahre sind. Allerdings sind diese oft nicht mit den digitalen Innovationen vertraut. Das lässt sich durch Weiterbildungs- und Requalifizierungsmaßnahmen ändern.

Schule, lernen Bildquelle: © Viacheslav Iakobchuk-123rf

Unternehmen müssen ihre Personalstrategie grundsätzlich umdenken, um sich für den aus dem Fachkräftemangel resultierenden "War for Talents" zu rüsten.

Obwohl mit der Generation Z eine neue Generation an Digital Natives auf den Arbeitsmarkt kommt, ist es für die meisten Unternehmen nicht leicht sich gegen den Fachkräftemangel zu behaupten. Laut Prognosen der Studie „Arbeitslandschaft 2040“ werden bis zum Jahr 2020 allein in Deutschland 1,8 Millionen Arbeitskräfte fehlen. Nachwuchskräfte sind – vor allem in der IT-Branche – selten, „unfertig“ und verfügen noch nicht über einen großen Erfahrungsschatz. Aus diesem Grund sind Unternehmen gezwungen in das Potential zu investieren, das sie bereits zur Verfügung haben. Mitarbeiter, die über 40 Jahre alt sind, bringen meistens einen reichhaltigen Erfahrungsschatz mit sich. Oft ist diese Altersgruppe mit den digitalen Innovationen nicht in dem Maße vertraut, wie es ihre jüngeren Kollegen sind. Dieses Problem lässt sich allerdings leicht durch Weiterbildungs- und Re-Qualifizierungsmaßnahmen überwinden.

Aller Anfang ist schwer
Was sind also die ersten Schritte für die Unternehmen, die in ihrem eigenen Haus eine Lernkultur und ein Angebot an Weiterbildungs- und Re-Qualifizierungsmaßnahmen aufbauen möchten? Jeder Mensch lernt auf unterschiedliche Art und Weise und benötigt daher auf ihn persönlich abgestimmte, individuelle Lernangebote. Es ist also extrem wichtig, alle Lernkonzepte für jeden einzelnen Mitarbeiter anzupassen. Unternehmen können sich an den folgenden Punkten orientieren, um eine Kultur des Lernens im eigenen Haus zu etablieren:

Auf den richtigen Mix kommt es an: Jeder Mitarbeiter verfügt über individuelle Kompetenzen und es ist die Mischung aus diesen, die ein Unternehmen zukunftsfähig und innovativ macht. Auf diese Weise lassen sich die Schwächen des einen durch die Stärken des anderen ausgleichen. Arbeitgeber sollten daher Themen wie Kompetenzentwicklung stärker priorisieren. Außerdem bieten sich Investitionen im Bereich Soft Skills sowie der Ausbau von Change-Management-Kompetenzen an.

Ganz oben beginnen: Damit Wissen und Kompetenzen im Unternehmen erfolgreich aufgebaut werden, müssen Themen wie Weiterbildung, Personalentwicklung und (Re-)Qualifizierung auch in der Führungsebene verankert sein. Die Führungskräfte im C-Level, im Idealfall sogar der CEO selbst, sollten in alle Schritte der Konzeptionierung eines strategischen Personalentwicklungskonzepts eingebunden sein. Im Kontext der Digitalen Transformation ist auch eine Verschmelzung der strategischen Personalentwicklung mit der strategischen Sourcing- Strategie angebracht. Dabei sollten auch Arbeitnehmer, die bereits über jahrzehntelange Erfahrung verfügen, berücksichtigt werden. Sie können eine wertvolle Bereicherung für das Unternehmen sein.

„Agile“ als Unternehmensmotto: Um das Prinzip „Agile“ im Unternehmen zu etablieren, sind Führungskräfte gefragt, die mit gutem Beispiel vorangehen und agiles Vorgehen fördern. Arbeitgeber müssen das Konzept ernst nehmen und den Willen zeigen, es zu verstehen und es an die eigenen Mitarbeiter anzupassen, um positive Veränderungen zu erzielen.

Zeitgemäße Führungskonzepte: Besonders wichtig ist, dass auch Führung, Führungsverständnis und Führungsverhalten mit der Zeit gehen und sich an die Umstände und die Mitarbeiter anpassen müssen. Auch Führungskräfte können und sollten sich regelmäßig neues Kow-how aneignen. Moderne Konzepte wie Servant Leadership zum Beispiel, bei dem das Wirken von Führenden als Dienst am Geführten beschrieben wird, ermöglichen einen transformationalen anstelle eines transaktionalen Führungsstils.

HR-Management am Puls der Zeit halten: Im Zuge der Digitalen Transformation ist es entscheidend, ein Bewusstsein für die disruptiven Entwicklungen der Arbeitswelt zu schaffen und HR-Abteilungen dementsprechend neu umzugestalten. Besonders hilfreich dabei sind die alternativen und innovativen Sourcing-Lösungen sowie die Vernetzung und Kooperation mit Gleichgesinnten und strategisch ausgerichteten Sourcing-Lösungsanbietern.