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Low-Code-Konzept: Schnell und einfach passgenaue Applikationen entwickeln

Software kurzfristig zur Verfügung haben und zwar ohne aufwändiges Programmieren – das Konzept des Low Code leistet genau das. Denn damit lassen sich auch komplexe Applikationen in kurzer Zeit aus fertigen Komponenten und Modellen erstellen.

Hände auf Tastatur mit Codezeilen im Hintergrund Bildquelle: © REDPIXEL.PL - Shutterstock

Der Bedarf an kurzfristig verfügbarer Software in digitalen Zeiten ist immens – nicht zuletzt durch die mobilen Apps. Die herkömmlichen Verfahren der Programmierung sind jedoch aufwändig und oftmals zu wenig flexibel.

Dabei sei für viele Unternehmen die schnelle, flexible Erstellung von Applikationen ein ganz wichtiges Thema, so Carsten Rust, Director Solution Consulting DACH bei Pegasystems in München; das Unternehmen bietet strategische Software-Lösungen an. "Die bisherigen Konzepte der Softwareentwicklung, von den Hochsprachen über die Objektorientierung bis zu SOA, konnten dieses Problem immer nur ansatzweise lösen. Der Weg vom Code zur fertigen Anwendung blieb doch immer zu lang, und ohne die nie ausreichend verfügbaren Programmierexperten bewegte sich letztlich nichts”, so Rust weiter. Das Low-Code-Konzept könne hier einen Ausweg bieten, in dem es die Applikationserstellung automatisiere und die Citizen Developer konsequent einbinde.

Pegasystems identifiziert mehrere Aspekte, warum das Low-Code-Konzept für Unternehmen interessant ist:

  • Low-Code-Konzept bedeutet, dass auch Experten aus den Fachabteilungen an der Software-Erstellung mitarbeiten, selbst wenn sie über kein spezifisches Programmier-Know-how verfügen. Nebeneffekt: Dadurch lässt sich der Engpass an Applikationsentwicklern überwinden.
  • Die Nicht-Entwickler, die so genannten Citizen Developer, können fachspezifisches Know-how ohne Umweg in die Applikationsentwicklung einbringen; dadurch verbessert sich die fachliche Qualität der Anwendungen. Außerdem wird die Zusammenarbeit von fachlichen und technischen Experten erheblich vereinfacht. Missverständnisse durch ungenaue Spezifikationen werden reduziert.
  • Künftige Anpassungen sind einfacher umzusetzen, da Low Code zu einem höheren Grad selbsterklärend ist. Die Abhängigkeit von Experten, die bestimmte Code-Teile in der Vergangenheit geschrieben haben, wird reduziert.
  • Applikations-Designer können sich viel stärker auf fachliche Fragestellungen konzentrieren. Stundenlanges Suchen nach einem fehlenden Komma im Code entfällt.
  • Low Code erleichtert das Prototyping. Es erlaubt die schnelle Erstellung von Prototypen, die man zeitnah durch künftige Anwender testen lassen kann. Low Code vereinfacht die Erstellung von Prototypen, mit denen Innovation und Akzeptanz bei End-Anwendern gefördert werden kann.