Sie sind hier: HomeTelekommunikation

IT-Security: "Sicherheit hat noch nicht den Stellenwert, den sie haben sollte"

Tuxguard will mehr sein, als nur ein weiterer Firewall-Anbieter. Was die Lösung von anderen unterscheidet und wie sie sogar bei der EU-DSGVO-Compliance helfen soll, erklärt Geschäftsführer Uwe Hanreich im Interview mit funkschau.

Bildquelle: © 103tnn - Fotolia.com
Uwe Hanreich ist Geschäftsführer von Tuxguard Bildquelle: © Tuxguard

Uwe Hanreich ist Geschäftsführer von Tuxguard

funkschau: Tuxguard will nicht nur ein weiterer Firewall-Anbieter sein. Wie unterscheiden sich Ihre Lösungen von anderen?

Uwe Hanreich: Wir denken an die Administratoren in Unternehmen, deren Wunsch es ist, mit nur einem Management Center alle IT-Sicherheitslösungen zu überwachen und zu verwalten. Diesem Wunsch werden wir mit unserem Tuxguard Management Center gerecht: alle IT-Sicherheitskomponenten, wie TUX-Firewall und TUX-Endpoint Security, auf einen Blick. "Made in Germany".

funkschau: Worin liegen die Vorteile des modularen Aufbaus?

Hanreich: Wir überlassen dem Kunden die Wahl, wie er seine Firewall zusammenstellt. Denn unser Ziel ist es, dass jeder Kunde passgenau die Sicherheitslösung einsetzt, die seinen individuellen Anforderungen entspricht. Sollten sich seine Sicherheitsansprüche in den Jahren verändern, kann er weitere TUX-Firewall-Module hinzufügen und über das Tuxguard Management Center (TGMC) bündeln und verwalten.

funkschau: Auch nach dem 25. Mai beschäftigt die EU-DSGVO Unternehmen aller Größen. Wie hilft TUXGUARD bei der DSGVO-Compliance?

Hanreich: Im Management Center der TUX-Firewall findet der Systemadministrator eine DSGVO-Information des Herstellers, die er im Vorfeld bestätigen muss. Dadurch stellt Tuxguard sicher, dass der Admin genauestens darüber informiert wurde, welche Daten gespeichert und übermittelt werden. Er kann bestimmte Services wie zum Beispiel Support-Zugriff ein- oder ausschalten oder Passwörter für unterschiedliche Aspekte der Firewall generieren. Darüber hinaus gilt das Vier-Augen-Prinzip: Dem Datenschutzbeauftragten wird pro Session ein Datenschutzpasswort erstellt – somit sieht auch der Admin per default keine Passwörter mehr. Dies ist insbesondere dann relevant, wenn der Verantwortliche das Unternehmen verlässt.

funkschau: Wie hat sich Ihrer Ansicht nach der Stellenwert der IT-Security in Deutschland in den letzten Jahren gewandelt? Wie betrachten Sie in dieser Hinsicht die verstärkte Migration in die Cloud?

Hanreich: Die Notwendigkeit, in IT-Sicherheit zu investieren, ist im Bewusstsein der meisten Unternehmen angekommen. Trotzdem hat das Thema Sicherheit meist noch nicht den Stellenwert, den es haben sollte. Hinzu kommt, dass oft auch das entsprechende Know-how und die Erfahrung fehlt. Die IT-Sicherheit grundsätzlich in die Cloud zu verlagern, entschärft dieses Problem nur bedingt. Aus diesem Grund geben wir unseren Resellern MSP-Lösungen an die Hand, die es ihnen ermöglichen, ihren Kunden das optimale Security-Know-how zur Verfügung zu stellen.

funkschau: Die TUX-Firewall ist erst der Anfang – können Sie einen Ausblick auf die Zukunft geben? Mit welchen Lösungen dürfen wir rechnen?

Hanreich: Auf der it-sa zeigten wir den Fachbesuchern die erste Version unserer neu entwickelten TUX-Endpoint Security. Sie ist wie unsere Firewall modular aufgebaut. Zusätzlich wird jedes Sicherheitsmodul eigenständig entwickelt und je nach Kundenanforderung in die Endpoint Security integriert. So kann jedes Modul allein oder in Kombination gekauft werden. Das Highlight ist die Anbindung an unser Tuxguard Management Center. Damit sind Unternehmen in der Lage, die Endpoint Security über eine Konsole gemeinsam mit der TUX-Firewall zu verwalten, zu überwachen und weitere Module zu installieren. Alle Module sind wie die Firewall DSGVO-konform und verfügen über keine Backdoors.