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Interaktive Touchscreen-Lösungen: Das Ende der Kreidezeit

Deutschlands Schulen müssen digitaler werden. Dass das längst überfällig ist, bestreitet wohl niemand. Dabei gilt es im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung, Kinder und Jugendliche möglichst früh auf ein selbstbestimmtes Leben in der digitalen Zukunft vorzubereiten.

Einfach umzusetzende  Möglichkeiten der Zusammenarbeit motivieren  Schüler dazu, sich intensiver in die Schulstunde  einzubringen, als das bei einem klassischen  Frontalunterricht der Fall ist. Bildquelle: © Clevertouch

Einfach umzusetzende Möglichkeiten der Zusammenarbeit motivieren Schüler dazu, sich intensiver in die Schulstunde einzubringen, als das bei einem klassischen

Frontalunterricht der Fall ist.

Ein fünf Milliarden schweres Finanzpaket des Kultusministeriums will den Weg zu mehr Digitalisierung im Bildungsbereich ebnen. Das sogenannte Digitalpaket verspricht genügend Budget für den Ausbau leistungsstarker Infrastrukturen und digitaler Unterrichtshelfer wie moderne Display-Lösungen. „Bildung in der digitalen Welt“ nennt sich die Strategie, nach der spätestens bis zum Jahr 2021 alle 40.000 Schulen in Deutschland mit insgesamt elf Millionen Schülern Zugriff auf digitale Lernumgebungen – beispielsweise mit interaktiven Touchscreens – haben sollen. Dass dies ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist, zeigt ein vergleichender Blick der Studie „World Interactive Displays“ von Futurescore Consulting: Während in Großbritannien mit 92 Prozent nahezu alle Klassenzimmer mit einem interaktiven Touchscreen ausgestattet sind, bringt es Deutschland gerade einmal auf 28 Prozent. In den gesamten USA sowie in Kanada verfügen knapp drei Viertel aller Klassenzimmer bereits über eine Display-Lösung (71 Prozent).

Der deutsche Markt hinkt nicht zuletzt deshalb hinterher, da die Schulen in Deutschland – anders als etwa in Großbritannien – größtenteils kein eigenes Budget für die technischen Infrastrukturen haben, sondern die Kommunen dafür zuständig sind. Deshalb sind die Unterschiede in puncto technischer Ausstattung landesweit immens, der Ausschreibungsaufwand, beispielsweise für neue Geräte, ist kompliziert und langwierig. Dementsprechend ist der finanzielle Aufholbedarf hoch, und das Digitalpaket kommt da gerade rechtzeitig. Im Hinblick darauf prognostiziert die Futurescore-Studie, dass sich der Anteil der mit interaktiven Touchscreens ausgestatteten Klassenzimmer bis 2021 immerhin auf 37 erhöhen wird.

Digitale Tools fördern individuelles Lernen

Mit digitalen Medien und Lernangeboten sollen Schüler besser in ihrer individuellen Geschwindigkeit lernen. Moderne Touchdisplays verfügen über eine intuitiv designte Benutzeroberfläche und werden mit entsprechender Software ausgeliefert, die sie besonders für den Einsatz im Schulbetrieb eignet.

Touchscreen-Lösungen als simpler Tafelersatz?

Die wichtigste Rolle für das neue Lernerlebnis spielen jedoch die Lehrkräfte. Sie müssen mit den digitalen Lern-Tools kompetent umgehen können. Ein sicherer, verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Lernwerkzeugen ist entscheidend dafür, dass Schüler die Möglichkeiten der digitalen Schulwelt gut für sich nutzen können“. Es hilft also nichts, wenn die Klassenzimmer mit modernen, interaktiven Touchdisplays ausgestattet sind, diese aber nur wie klassische Tafeln oder Whiteboards verwendet werden, anstatt die zahlreichen, interaktiven Programme zur Unterrichtsgestaltung zu nutzen. Das ist jedoch leider oft die Realität an deutschen Schulen. Und dass Lehrer hierzulande tatsächlich zurückhaltender sind beim Einsatz digitaler Lehrmittel als ihre internationalen Kollegen, hat 2013 die ICILS Studie (International Computer and Information Literacy Study) wissenschaftlich belegt. Sie bescheinigt den Lehrern hierzulande eine deutlich stärkere Skepsis gegenüber neuen Technologien als in anderen Ländern. Den Lehrern kann man allerdings kaum einen Vorwürf machen, dass sie das Potenzial von digitalen Displaylösungen nicht kennen und ausschöpfen. Oft werden die Geräte ohne Schulung und Wartung eingeführt, was zur Überforderung des Lehrpersonals führt. Schneller, kostenloser Vor-Ort-Service und vor allem eine fundierte Beratung spielen für den Erfolg des digitalen Schubs an Schulen eine große Rolle.

Schule Bildquelle: © Clevertouch

Clevere Features speziell für den Schulbetrieb

Nur so lässt sich sicherstellen, dass intelligente Digital-Signage-Tools auch genutzt werden. Mit Messaging-Diensten lassen sich beispielsweise Nachrichten an alle oder nur an ausgewählte Displays der Schule senden. Das Sekretariat kann so Stundenpläne auf die Displays schicken, Live-Video-Nachrichten vom Schulleiter versenden, Anweisungen während einer Brandschutzübung geben, aktuelle Nachrichten mitteilen oder allgemeine Ankündigungen verschicken.Ein zentrales Kriterium für den Schulbetrieb ist es, dass die Touchscreen-Lösungen mehrere Nutzerprofile speichern können, sodass die Lehrer ihre erarbeiteten Unterrichtsstunden und vorbereiteten Übungen sicher abspeichern und beim Betreten des Klassenzimmers ihr persönliches Profil aufrufen und wieder entsperren können. Ebenfalls wichtig für den Einsatz im Bildungsbereich ist es, dass die Display-Lösungen flexibel mit jeder Art von mobilem Device und mit jedem Betriebssystem funktionieren – egal, ob Android-, iOS-, Windows-Gerät oder Chromebook. So können Schüler oder Lehrer ihre eigenen Endgeräte mit dem Display verbinden und Inhalte, Bilder, Videos und Audio-Dateien teilen. Der Lehrer hat als Moderator dabei die volle Kontrolle darüber, was geteilt und gezeigt wird.

Wenn diese Vorteile den Lehrern qualifiziert nähergebracht werden, dann wird sich der Anteil der mit interaktiven Touchscreens ausgestatteten Klassenzimmer in Deutschland sehr bald schon deutlich erhöhen. Und dies ist ein bedeutsamer Schritt in die digitale Welt.

Wilfried Tollet, Sales Manager beim britischen AV Distributor Sahara und zuständig für die Eigenmarke Clevertouch