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TechEd 2018: Neues aus dem SAP-Kosmos

Keynote- und Demo-Vorträge, Sessions, Workshops – auf der TechEd in Barcelona konnten sich vom 23. bis 25. Oktober Softwareentwickler und Technologieexperten rund um die Produkte der SAP-Welt informieren, fortbilden und lernen. Auch neue Funktionen wurden bekanntgegeben.

SAP TechEd Bildquelle: © SAP SE

Björn Goerke, Chief Technology Officer bei SAP, wählte als roten Faden für seine Keynote den roten Planeten Mars. Anhand einer Space Agency und deren benötigten Anforderungen wurden aus dem SAP-Kosmos einige Funktionalitäten vorgeführt, die aus Unternehmen “Intelligent Enterprises” machen sollen. Den durchgängigen End-to-End-Prozess zu ermöglichen und Anwendungen zu vereinfachen, waren dabei zwei wiederkehrende Themen.

Neue Funktionen, die SAP anlässlich der TechEd bekanntgegeben hat, sind unter anderem die Funktionserweiterung von SAP Leonardo Machine Learning und die Optimierung des Service SAP Conversational AI. Große Unternehmen sollen so auch komplexere Chatbos mühelos entwickeln können.

Um Routineprozesse im gesamten SAP Portfolio zu automatisieren, plant SAP in die intelligente robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA) zu investieren. „Mit SAP Intelligent Robotic Process Automation können unsere Kunden jenen hohen Automatisierungsgrad erreichen, mit dem sie sich zu intelligenten Unternehmen entwickeln“, so Jürgen Müller, Chief Innovation Officer bei SAP. „Maschinelles Lernen fungiert hier als das Gehirn, das Ausnahmen verwaltet und den Bot für die Ausführung der gewünschten Prozesse steuert.”

Service zur Bot-Entwicklung
SAP Leonardo Machine Learning will Lösungen bieten, mit denen Entwickler maschinelles Lernen nach individuellen Anforderungen nutzen können. Mit dem “Enterprise Grade”-Angebot soll aus SAP Conversational AI ein Service zur Entwicklung von Bots werden. Diese ließen sich beispielsweise für den Kundenservice einführen, die Produktivität solle sich laut Unternehmensangaben in kurzer Zeit signifikant steigern lassen. Mit dem „Enterprise Grade“-Angebot für SAP Conversational AI sei SAP laut Jürgen Müller einen Schritt weiter gegangen als bei früheren branchenspezifischen, vorkonfigurierten Bots.

Auch Funktionen für maschinelles Lernen stehen bei SAP im Fokus, damit Datenspezialisten ihre individuellen ML-Modelle und neue ML-Services trainieren können. Im Laufe des verbleibenden Jahres sind fünf neue Services geplant, darunter die Erkennung von Szenentext beziehungsweise die Extraktion von Texten aus beliebigen Bildinhalten und Szenen. Dies ist nützlich, um Produktetiketten oder Markennamen mit unterschiedlichen Textfarben, Größen und Formaten lesen zu können. Oder die flexible Extraktion von Textmerkmalen, ein trainierbarer Service, um detaillierte Muster in Texten zu entdecken und diese mit ähnlichen Dokumenten abzugleichen.

Intelligente Funktionen für Analyseanwendungen
Zudem soll Entwicklern und professionellen Designern ermöglicht werden, Analyseanwendungen zu erstellen, die Funktionen für komplexe Geschäftsanforderungen enthalten. Mit einer speziellen Entwicklungsumgebung sollen Funktionen für das Anwendungsdesign in SAP Analytics Cloud erweitertes Scripting, die Standardisierung von analytischen Inhalten und analytische Erweiterungen über Software-Entwicklungskits (SDKs) und programmierbare Anwendungsschnittstellen (APIs) bieten.

Fremdanwendungen einbinden
SAP Cloud Platform Open Connectors ergänzt die hauseigene SAP Cloud Platform Integration Suite. Damit soll es möglich sein, über 150 Fremdanwendungen auf einfache Weise in SAP-Geschäftsprozesse einzubinden. So sollen sich Geschäftsprozesse über das gesamte Anwendungsportfolio hinweg automatisieren lassen. Wenn Unternehmen zum Beispiel SAP Ariba, SAP S/4HANA und eine Beschaffungslösung eines externen Anbieters nutzen, können sie den gesamten Prozess von der Bestellung bis zur Bezahlung automatisieren.