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Identity as a Service: Identity Management in der digitalen Welt

Immer mehr Dienstleistungen und Geschäfte werden heute online abgewickelt. Ein wichtiger Teil der Sicherheit bei der damit verbundenen digitalen Kommunikation oder Transaktionen ist die Verifizierung der Identität der beteiligten Personen. Ein Bereich, der künftig noch stärker gefragt sein wird.

Identity as a Service Bildquelle: © fotolia.com, tashatuvango

Der Schutz persönlicher Daten, Informationen und der eigenen Identität stellt einen zentralen Punkt bei der Sicherheit in der digitalen Welt dar. Je umfangreicher und vielfältiger die Möglichkeiten werden, im Netz verschiedene Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, umso wichtiger wird dabei die Absicherung der Privatsphäre und ein gut funktionierendes Identitätsmanagement.

Einige Anbieter haben sich hier mit ihren Lösungen bereits etabliert. Passend zu den wachsenden Anforderungen und dem Fortschreiten der technischen Entwicklung kommen jedoch auch stetig neue Innovationen auf den Markt. Insgesamt bietet dieser Bereich noch einiges an Wachstumspotential.   

Wachstumsentwicklung im Bereich Identity und Access Management

Die typischen Anwendungen, für die das Identity und Access Management (IAM) zum Einsatz kommt sind bisher der Bereich Online-Banking, digitale Verträge oder Cloud-Computing im weitesten Sinne. Hier wird es künftig immer mehr spezifizierte Dienstleistungen oder Anwendungen für Arbeitsabläufe in Firmen geben.  

Das Recherche- und Analyseunternehmen IDC (International Data Corporation) hat den Markt in diesem Bereich untersucht. Bei der Analyse der Marktdaten und Umsatzzahlen zeigte sich, dass diese in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sind. Wurden hier 2012 weltweit rund 4,5 Milliarden US Dollar umgesetzt, waren es 2014 bereits mehr als fünf Milliarden US Dollar. Die Experten des IDC prognostizieren einen Anstieg auf etwa 7,4 Milliarden US Dollar im Jahr 2019.

Die ersten Dienstleistungen waren etwa Authentifizierungslösungen für Ausweise oder Anwendungen zur Verifizierung und zum Austausch digitaler Unterschriften. Mit dem Aufkommen der Direkt- und Onlinebanken stieg schließlich die Nachfrage nach weiteren Angeboten auch für Endverbraucher.  

Notwendigkeit von Lösungen zum Identity Management

Inzwischen hat sich der Markt in diesem Bereich noch viel weiter diversifiziert. Viele Dienstleistungen, die vorher nur im Rahmen eines persönlichen Kontaktes zwischen Kunden und Dienstleister stattfinden können, werden heute ins Internet verlagert.

Cloud Computing lautet dazu eines der wichtigsten Schlagworte. Nicht nur die Daten selbst werden ins Netz und auf fremde Server ausgelagert und sind – eine erfolgreiche Authentifizierung vorausgesetzt – von überall aus erreichbar. Auch Anwendungen selbst werden immer häufiger in die Cloud verlagert, was nicht zuletzt im Bereich Datensicherheit eine gute Vorbereitung voraussetzt. Hier müssen nicht nur die Anwendungsdaten ausreichend geschützt werden, es ist auch ein sicheres Zugangsmanagement und eine sichere Kommunikation zu gewährleisten. Fehlende Konzepte beim Identitätsmanagement oder der Zugriffssteuerung sind bislang für einige Unternehmen ein Grund, sich bei der digitalen Transformation und der Nutzung von Cloud-Anwendungen noch zurückzunehmen.

Gleichzeitig sollen immer mehr Geräte und digitale Technologien miteinander vernetzt werden. Das Internet of Things (IoT) ermöglicht zwar eine unendliche Fülle an neuen Anwendungen, bietet jedoch auch eine Menge neuer Angriffspunkte für unerlaubten Zugriff von außen. Problematisch sind dabei vor allem die vielen Unterschiedlichen Strukturen und fehlende Mindestanforderungen und einheitliche Standards.