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Künstliche Intelligenz: SAP schafft Beirat für ethischen Umgang mit KI

KI-basierte Technologien finden mehr und mehr Eingang in konkreten Lösungen – allmählich rücken auch die ethischen Herausforderungen in den Fokus. Der Walldorfer Softwarekonzern SAP hat nun einen Beirat für Künstliche Intelligenz ins Leben gerufen und Leitlinien für KI entwickelt.

SAP Walldorf Bildquelle: © SAP

Der externe Beirat für den ethischen Umgang mit künstlicher Intelligenz ist besetzt mit Experten aus Wissenschaft, Politik und Industrie. Noch sind nicht alle Mitglieder benannt, fünf Beiräte stehen jedoch bereits fest:

  • Prof. Dr. theol. Peter Dabrock, Lehrstuhl für Systematische Theologie (Ethik), Universität Erlangen-Nürnberg
  • Prof. Dr. Henning Kagermann, Vorsitzender des acatech Kuratoriums, acatech Senator
  • Dr. Susan Liautaud, Dozentin für Public Policy und Rechtswissenschaft an der Stanford University sowie Gründerin und Geschäftsführerin von Susan Liautaud & Associates Limited (SLAL)
  • Prof. Dr. Helen Nissenbaum, Professorin für Informationswissenschaft an der Cornell Tech
  • Dr. Nicholas Wright, Berater bei Intelligent Biology, Affiliated Scholar am Pellegrino Center for Clinical Bioethics des Georgetown University Medical Center und Honorary Research Associate am Institute of Cognitive Neuroscience des University College London

Das Gremium soll darüber wachen, dass die Leitlinien für künstliche Intelligenz umgesetzt werden, und sie zusammen mit dem SAP-Lenkungsausschuss für KI weiterentwickeln. „Für SAP ist der ethisch verantwortungsvolle Umgang mit Daten ein fundamentaler Wert“, sagt Luka Mucic, Finanzvorstand von SAP. „Wir wollen Software entwickeln, die den Weg zum intelligenten Unternehmen bereitet und das Leben von Menschen nachhaltig verbessert. Unsere Grundsätze bilden die Grundlage, um aus künstlicher Intelligenz eine Technologie zu machen, damit Menschen an anderer Stelle ihre typischen Fähigkeiten wie Kreativität oder Empathie einbringen können.“

Die Leitlinien sollen SAP dabei unterstützen, keine Kompromisse beim Datenschutz einzugehen und aktiv die sich aus KI ergebenden gesellschaftlichen Herausforderungen anzugehen. Dafür werde KI im Spannungsfeld mit wirtschaftlichen, sozialen und normativen Fragen gesehen.

    „KI eröffnet riesige Chancen, birgt aber auch nie dagewesene und häufig noch nicht vorhersehbare Herausforderungen für die Gesellschaft. Mit dem Beirat für den ethischen Umgang mit künstlicher Intelligenz können wir eine ethische KI zum Wohle von Mensch und Gesellschaft gewährleisten“, so Beiratsmitglied Susan Liautaud.

    Die Leitlinien sollen nach Unternehmensangaben auch einen Beitrag zur Diskussion über KI in der Europäischen Union leisten. Die Europäische Kommission hat Markus Noga, Senior Vice President Machine Learning bei SAP, in die High Level Expert Group on AI berufen. Die Expertengruppe soll bis 2019 eine europäische Strategie für künstliche Intelligenz erarbeiten und ethische Richtlinien zu den Themen Fairness, Sicherheit, Transparenz, Arbeitswelt der Zukunft und Demokratie vorschlagen.