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Blockchain & IoT: Blockchain reloaded

Die Vernetzung von Geräten im IoT birgt enormes Potenzial – gerade im industriellen Umfeld. Technologien wie die dritte Generation der Blockchain von IOTA helfen dabei, dieses Potenzial auf einer sicheren Basis zu realisieren und die Digitalisierung deutscher Unternehmen nachhaltig voranzutreiben.

Blockchain Bildquelle: © funkschau

Kaum ein Umbruch ist für die Arbeitswelt so bedeutend wie die Digitalisierung. Mit der vierten industriellen Revolution entstehen jedoch nicht nur neue Lösungen für die Produktion, sondern auch gänzlich neue Geschäftsmodelle. Während die Vernetzung und Kommunikation im Internet der Dinge Millionen von Geräten miteinander verbindet und somit den Grundstein für eine digitale, effiziente Wertschöpfung legt, bietet sie gleichzeitig genügend Angriffsfläche für mögliche Hackerangriffe. Erfolgreich in der digitalen Welt ist vor diesem Hintergrund daher nur derjenige, der es versteht, alle Vorteile im höchsten Maß für sich zu nutzen und gleichzeitig die negativen Effekte und Risiken so gering wie möglich zu halten. Damit dies gelingt, sind nicht zuletzt Technologien erforderlich, die die Kommunikation im Internet der Dinge sicher machen.

Die Blockchain 3.0
Die Blockchain ist sicherlich das bekannteste Beispiel für eine solche technologische Lösung. Von ihrer ursprünglichen Form ist sie jedoch mittlerweile weit entfernt. Als gewinnversprechende Variante für sichere IoT-Anwendungen gilt indes die Blockchain 3.0, bei der es sich im engeren Sinne gar nicht mehr um eine Blockchain handelt, sondern um einen sogenannten Directed Acyclic Graph (DAG), der die positiven Eigenschaften der Blockchain vereint. Dieser zielgerichtete zyklische Graph fußt auf einer dezentralen, verteilten Datenstruktur. Diese macht Transaktionen nicht nur transparent, sondern speichert sie auch unveränderbar, chronologisch und quantencomputerresistent in einer Netzwerkstruktur. Das Besondere: Der DAG ist partitionstolerant, schnell und kommt im Gegensatz zur klassischen Blockchain oder anderen Distributed-Ledger-Technologien (DLT) komplett ohne Transaktionsgebühren aus. Außerdem lässt er sich quasi unbegrenzt skalieren. Damit bildet er die ideale Grundlage für anknüpfende Technologien im IoT, etwa automatisierte Bezahlvorgänge.

Ein Distributed Ledger für die Industrie
Ähnlich wie die bereits verbreiteten Kryptowährungen Bitcoin oder Ethereum wird auch IOTA generell eher kritisch betrachtet. Allerdings befürworten selbst Sicherheitsexperten, IOTA nicht zu verkennen, sondern sein Potenzial für die sichere Kommunikation im Internet der Dinge und das damit verbundene Potenzial für die deutsche Industrie realistisch zu betrachten. Schließlich ist IOTA mehr als nur ein Vehikel für sichere Bezahlvorgänge und überzeugt vor allem durch seine Interoperabilität, die es ermöglicht, IoT-Teilnehmer unterschiedlicher Art sicher miteinander zu verknüpfen. Dieser sicherheitsrelevante Vorteil könnte IOTA langfristig zu einer echten Option für diejenigen machen, die wirklich bereit sind, die Digitalisierung im eigenen Unternehmen mit Zukunftstechnologien voranzutreiben – immerhin lassen sich Transaktionen oder Daten direkt auf dem DAG speichern.