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Innovation Management: Ideen effizient generieren, evaluieren und umsetzen

Ideen für neue Produkte und Services sind oft da – doch welche führen tatsächlich zu einem Mehrwert für das Unternehmen? Andrea Schmitz von CGI zeigt auf, wie Innovation Management helfen kann, neue Ansätze zielgerichtet und strukturiert zu begleiten - von der Ideenfindung bis zur Umsetzung.

Bildquelle: © ra2 studio - fotolia

Innovative Produkte und Services, die zentral auf Kundenbedürfnisse auslegt sind und schnell und skalierbar auf den Markt kommen, sind überlebenswichtig in der digitalen Welt. So verwundert es nicht, dass laut einer Studie von CGI und IDC 63 Prozent der Digital Leaders auf eine dedizierte Innovationstruppe setzen. Wenn man nun bedenkt, dass nur ein sehr kleiner Prozentsatz der Ideen überhaupt zu einem testfähigen Produkt reift und wiederum nur wenige der Minimal Viable Products (MVPs) tat-sächlich Erfolg im Markt haben, wird klar, dass strategisches und effektives Vorgehen im Innovation Management entscheidend ist.
Innovation Management treibt die Transformation zu einem digitalen Unternehmen an und ist untrennbar damit verbunden. Die Ansatzpunkte und Ziele sind die gleichen: Veränderung der Unternehmenskultur hin zu vernetzten Strukturen, Empowerment und einer gelebten Lernkultur, um die neuen Technologien schnell in neue kundenzentrierte Produkte und Services verwandeln zu können. Idealerweise handelt es sich dabei um die berühmten Gamechanger, die völlig neue Möglichkeiten eröffnen.

Innovation Management ist zielgerichtet und strukturiert
Erfolgreiches Innovation Management basiert auf einigen Kernelementen:

  • Enge Verzahnung mit dem Selbstverständnis des Unternehmens und der zugehörigen Strategie
  • Tiefes Verständnis für Kunden und deren Bedürfnisse
  • Auf das Unternehmen angepasste, zielführende Innovationsmethoden und -prozesse

Am effizientesten ist der Innovationsprozess, wenn strategisch relevante und eng mit dem Management abgestimmte Themen so aufbereitet werden, dass daraus eine griffige Fragestellung für den Innovationsprozess entsteht. Mit dieser „zugespitzten Challenge“ kann dann der Prozess der Ideengenerierung gestartet werden. So vermeidet man eine wild wuchernde Ideenflut, die kaum noch sinnvoll aufbereitet und ausgewertet werden kann. Zudem wird sichergestellt, dass an den relevanten Themen gearbeitet wird, die das Unternehmen oder einen Bereich auch tatsächlich voranbringen.

Das kreative Potential der eigenen Belegschaft darf nicht unterschätzt werden
Eine Möglichkeit, Innovationen zu kreieren, basiert darauf, das kreative Potential der eigenen Mitarbeiter zu nutzen. Die Ideen aus den Reihen der Mitarbeiter sollten nicht unterschätzt werden. Denn niemand kennt das Unternehmen und die Kundenbedürfnisse so gut, wie die eigenen Mitarbeiter. Diesen Vorteil gilt es zu nutzen. Damit ein tatsächlich kreativer Prozess angestoßen wird, bei dem die Mitarbeiter gemeinsam an Ideen arbeiten, müssen Unternehmen über das reine Ideenmanagement hinaus umfangreiche, strukturierte Rahmenbedingungen schaffen.
Für den kreativen Prozess an sich gibt es viele Methoden, die auch miteinander kombiniert werden können. In der Innovations-Kampagne hat die Zielgruppe in der Belegschaft einen festgelegten Zeitraum, um ihre Ideen zu formulieren und einzubringen, die danach in einem klar definierten Prozess weiter aufbereitet und evaluiert werden, bis im Idealfall ein Prototyp oder MVP für die weitere Entwicklung entsteht.

Alternativ oder als Ergänzung dazu bringen Design-Thinking-Projekte oder Design-Thinking-Workshops in verhältnismäßig kurzer Zeit sehr kundenorientierte innovative Ansätze. Ein zentrales Element beim Design Thinking ist die Empathie mit dem Nutzer. Und genau darum geht es auch im Innovationsprozess, den Kundenbedarf noch besser zu treffen oder gar neue Felder zu erobern. Design Thinking unterstützt Mitarbeiter auch dabei, traditionelle Denkmuster aufzubrechen und hilft, neue Möglichkeiten zu erkennen, um versteckte Wünsche und Bedürfnisse von Kunden zu entdecken.