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Managed Services: Dem Fachkräftemangel entgegenwirken

Begriffe wie „War for Talents“ bringen zum Ausdruck, wie schwer sich Unternehmen aktuell damit tun, qualifiziertes Personal zu finden – insbesondere der Mangel an IT-Fachkräften wird für viele geschäftskritisch. Die Auslagerung von Aufgaben an einen Provider kann dabei ein gangbarer Weg sein.

Wanted Bildquelle: © Viktorija Reuta - 123RF

In Zeiten des digitalen Wandels sind Unternehmen dauerhaft gefordert, Innovationen zu etablieren und Optimierungen umzusetzen, um sich im Markt durchsetzen zu können. Die Voraussetzung dafür sind kluge und motivierte Köpfe. Doch Spezialisten sind rar und gerade in der IT ist der Arbeitsmarkt umkämpft. Der Mittelstand hat es oft schwer, sich gegen Großkonzerne durchzusetzen, die allein durch ihren Bekanntheitsgrad schon die besten Bewerber auf sich aufmerksam machen. Zusätzliche Konkurrenz stellen Start-ups dar, die mit originellen Geschäftsideen Interesse bei Jobsuchenden wecken.

Personalmangel bremst Entwicklung
Wie sehr der Fachkräftemangel und seine Folgen manche Unternehmen bereits besorgen, zeigte sich kürzlich in Oberkochen in Schwaben: Dort möchte sich ein südkoreanischer Werkzeughersteller ansiedeln und rund 1.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Laut Presseberichten freut sich die Politik darüber, die Unternehmen der Region dagegen fürchten ihre Mitarbeiter an die neue Firma zu verlieren. Sie erwarten eine weitere Verschärfung des Fachkräftemangels.

Die Zahlen einer Bitkom-Studie zeigen, dass in der IT-Branche auch ohne solch einen Ex-tremfall der Wettbewerb um Fachkräfte hart ist: Rund 55.000 offene Stellen für IT-Spezialisten gibt es derzeit. Rund drei von zehn Stellen sind laut der Jobseite Indeed über 60 Tage lang ausgeschrieben. Damit zählen sie zu den am schwersten zu besetzenden Jobs in Deutschland. Dreiviertel der Unternehmen klagen über diesen Mangel an IT-Experten, so die Bitkom-Studie. Zu Recht, laut einer Umfrage von Ernst & Young nennen 57 Prozent der mittelständischen Unternehmen Umsatzeinbußen als Folge. Dem deutschen Mittelstand entgehen dadurch hochgerechnet insgesamt 53,4 Milliarden Euro pro Jahr. Und auch für die Zukunft hat der aktuelle Mangel an IT-Spezialisten Konsequenzen: Wenn deshalb heute Strategien nicht umgesetzt werden, zeigen sich die Folgen erst in einigen Jahren. Denn Wachstums- und Zukunftspläne bleiben lediglich Absichten, solange sie nicht in die Praxis umgesetzt wurden. Wie setzen Unternehmen ihre Zukunftsstrategien also in dieser Situation erfolgreich um? Wie stellen sie sicher, dass die IT-Abteilung erfolgreich die Geschäftsprozesse unterstützt und die Digitalisierung vorantreibt, statt täglich gegen Windmühlen zu kämpfen?

Auslagern als Know-how-as-a-Service
Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) hat in einer Umfrage festgestellt, dass bereits 52 Prozent der Unternehmen Aufgaben auslagern. Mit Blick auf den Fachkräftemangel nicht verwunderlich, sondern häufig notwendig. Die externen Spezialisten eines Dienstleisters können das eigene IT-Personal entlasten. Es entstehen Freiräume, sich auf diejenigen Aufgaben zu konzentrieren, die zur Wertschöpfung des Unternehmens beitragen und sich gezielt in Zukunftsthemen weiterzubilden. Doch darüber hinaus bringt der Managed Services Provider zusätzliches Fachwissen mit ins Unternehmen.