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Internet der Dinge: Über das Produkt hinaus

Immer mehr Sensoren verbinden physische Hardware mit digitalen Applikationen. So entstehen im Zeitalter des Internet of Things (IoT) neue digitale Produkte, die ausgiebig getestet werden müssen, um einwandfrei zu funktionieren. Worauf gilt es zu achten?

Internet der Dinge Bildquelle: © macrovector - 123rf

Die Digitalisierung durchdringt mittlerweile fast jeden Winkel des beruflichen und privaten Alltags. Rund um das Internet der Dinge, Industrie 4.0, Connected Cars und Wearables ist ein neuer Markt entstanden. Die digitalen Produkte werden immer smarter und stellen Softwareentwickler vor neue Herausforderungen. Hinzu kommt die steigende Anzahl an Mobile Devices, Desktop-PCs, Betriebssystemen und Browsern, die mit den neuen Produkten fehlerfrei interagieren müssen. Entsprechend ergeben sich neue Qualitäts- und Usability-Aspekte, die Hersteller dieser Produkte beachten müssen. Zu den wichtigsten Eigenschaften gehört dabei eine konsistente und fehlerfreie Nutzererfahrung, denn auch die Ansprüche der User an Funktionalität und Usability sind gestiegen.

Als wäre die Komplexität der Veränderungen nicht genug, erfolgt die Entwicklung und Verbreitung der neuen Technologien in atemberaubender Geschwindigkeit. Damit die Qualität der Produkte mit den rasanten Veränderungen Schritt halten kann, bedarf es daher zeit-gemäßer Testmethoden.

Das Internet der Dinge ist ein komplexes System
Die Vielzahl der vernetzten Geräte, Apps und Daten mit unterschiedlichen Anforderungen macht das IoT zu einem komplexen System. Verschiedene Arten von Gateways schließen die digitalen Produkte an das Internet an. Protokolle und Bus-Systeme übersetzen diese dann in Internetprotokolle. Inzwischen verknüpfen komplexe IoT-Lösungen bis zu vier Dimensionen miteinander: Hardware,
Access, Service und Analytics.

Zwar ist es möglich, Aspekte aus der bekannten Mobile-Testwelt auf das IoT zu übertragen – trotz der Veränderungen der digitalen Welt gibt es nämlich noch immer einige Konstanten im Bereich der Qualitätssicherung – doch sollten sich Unternehmen jeder Größe auf mehr als einen Testansatz konzentrieren. Alles andere hätte Fehler und mangelhafte Qualität zur Folge. Immerhin werden IoT-Geräte und -Lösungen auch in unzuverlässigen Umgebungen eingesetzt, sodass Testmethoden diese realitätsnah abbilden müssen. Die Vielzahl der Schnittstellen, die ständige Kommunikation und Erreichbarkeit der Geräte sowie die geforderte Reaktionsschnelligkeit rufen zusätzliche Anforderungen an das Testing auf, die nach besonderen Strategien und neuen Tools verlangen. Themen wie Sicherheit, Datenschutz und Zuverlässigkeit dürfen im Zusammenhang mit der Qualitätssicherung nicht außer Acht gelassen werden. Diese verschiedenen Faktoren führen dazu, dass die Bedeutung umfassender Tests auf funktionale Eigenschaften von IoT-Produkten in Zukunft weiter zunimmt.

Bereit für den Alltag der Nutzer
Allein durch den Boom des Wearable-Marktes steigt die Anzahl der IoT-Geräte konstant. Fitnesstracker, tragbare Kameras, Smartwatches oder smarte Kleidung geben ihren Usern Feedback über Bewegung, Licht oder Ton. Zudem erhalten vormals analoge Geräte wie Uhren oder Kühlschränke neue Funktionen und rufen veränderte Ansprüche seitens der Nutzer hervor. Auch Apps sind längst nicht mehr auf Tablets oder Smartphones beschränkt. Sie machen den Menschen zu einem Teil des IoT-Ökosystems.

Dabei gibt es häufig praktische Fragen zu klären: Wie wird sichergestellt, dass die Smartwatch oder der Fitnesstracker ebenso gut bei extremer Hitze oder Kälte, im Wald wie in der Stadt funktioniert? Fließen die Daten zu jeder Zeit korrekt zwischen dem Wearable und der dazugehörigen App sowie dem Webportal? Wie verhält sich das Device im Ausland? Um darauf Antworten zu finden, sollten Unternehmen ihre IoT-Produkte in diesen Umgebungen testen. Hinzu kommt, dass Nutzer ihre Geräte nicht immer auf dem aktuellsten Stand halten und bisweilen schlechten Empfang haben.