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Künstliche Intelligenz: Druckprozessautomatisierung mit KI

Neben sensationsheischenden Vorhersagen, dass Roboter den Menschen die Arbeitsplätze wegnehmen und den gesellschaftlichen Bedenken, KI würde außer Kontrolle geraten, hat es PwC geschafft, die Diskussionen rund um KI fest in der Gegenwart zu verankern – auch in der Druckerbranche.

Outputmanagement Bildquelle: © Nuntasukkasame - 123rf

PwC sagt voraus, dass KI im Jahr 2018 endlich beginnen wird, Dinge zu tun, wenn auch nicht notwendigerweise auf eine Art und Weise, die die Welt in Brand setzt wie es in den Schlagzeilen bestimmter übereifriger Medien immer wieder heißt. Damit KI auf der Erde landet, muss sie auf einfachstem Niveau funktionieren, sie muss also erst einmal Prozesse automatisieren können – etwas, das in der Druckerbranche seit einiger Zeit Thema ist. Angesichts der Tatsache, dass Druckereien unter starkem Kostendruck stehen und wettbewerbsfähig bleiben müssen, stellt sich die Frage, ob die Branche das heute gegebene, volle Potenzial von KI bereits tatsächlich nutzt?

Wie kann KI eingesetzt werden?
Die allgemein anerkannte Definition von KI bezeichnet die Fähigkeit einer Maschine, menschliches Verhalten nachzuahmen. Zugegebenermaßen ist dieser Terminus sehr weitgefasst und schließt ein breites Spektrum an Technologien mit ein, weshalb man zwischen vier unterschiedlichen KI-Stufen unterscheidet:

  1. Reaktive Maschinen: Die einfachste Funktionalität von KI, bei der die Maschine nur auf gegebene Szenarien reagieren kann und keine Fähigkeit besitzt, das Erlernte für Entscheidungen zu nutzen.
  2. Begrenztes Erinnerungsvermögen: Die Maschine stellt Beobachtungen über ihre Umgebung an, um informierte Entscheidungen zu treffen. Diese Technologie wird beispielweise für selbstfahrende Autos genutzt.
  3. Theorie der Vernunft: An dieser Stelle wird KI eher futuristisch. In dieser „Entwicklungsstufe“ muss KI bereits die Fähigkeit besitzen, Gedanken und Emotionen zu verstehen und mit diesem Verstehen auf die umgebende Welt zu reagieren.
  4. Sich selbst wahrnehmende KI: Auf dieser Stufe hat die Maschine ein eigenes Bewusstsein entwickelt. Das ist jedoch (noch) Zukunftsmusik.

Es mag einen großen Hype und viele Spekulationen über die letzten beiden Entwicklungsstufen geben, doch für die Druckindustrie gilt es in Wahrheit, sich mit den ersten beiden Stufen, „reaktive Maschinen“ und „begrenztes Erinnerungsvermögen“ zu befassen. Diese Formen von KI haben das Potenzial, für Druckereien lukrative neue Umsatzströme zu generieren, indem sie die Effektivität des Druckprozesses von Anfang bis Ende verbessern, von der Auftragsübermittlung über die laufende Produktion bis hin zur Optimierung der Maschinenwartung.