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Studie von Trend Micro: IoT-Sicherheit stark vernachlässigt

Laut einer aktuellen Studie von Trend Micro sorgen sich die Befragten im Falle eines Cyberangriffs auf IoT-Anwendungen vor allem um das Vertrauen ihrer Kunden. Dennoch spielt für fast die Hälfte der Befragten IoT-Sicherheit nur eine Nebenrolle.

Sicherheit Bildquelle: © Sergey Nives - Fotolia

Das japanische IT-Sicherheitsunternehmen Trend Micro veröffentlichte Ende Juli die Ergebnisse einer weltweiten Umfrage zum Thema Internet der Dinge und dessen Absicherung. An der Befragung nahmen über 1.150 Entscheider aus IT und IT-Sicherheit teil und gaben Auskunft über getätigte und geplante Investitionen, Umsetzungsstrategien und technologische Herausforderungen.

Die wachsende Anzahl vernetzter Geräte macht Unternehmen anfällig für eine Vielzahl von Cyberbedrohungen. Dennoch spielt für 43 Prozent der Befragten IT-Sicherheit bei der Umsetzung von IoT-Projekten nur eine Nebenrolle. Unter den Befragten aus Deutschland lag dieser Wert mit 46 Prozent weltweit am höchsten. Während fast zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) angaben, dass Cyberangriffe im Zusammenhang mit IoT-Anwendungen in den vergangenen 12 Monaten zugenommen haben, stuft nur die Hälfte (53 Prozent) von ihnen vernetzte Geräte als eine Bedrohung für ihr Unternehmen ein.

Die Ergebnisse verdeutlichen darüber hinaus, dass womöglich nur unzureichende Sicherheitstests durchgeführt werden bevor neue Geräte zu Unternehmensumgebungen hinzugefügt werden. Hinzu kommt, dass Unternehmen in den letzten 12 Monaten durchschnittlich drei Angriffe auf vernetzte Geräte verzeichneten. Nur etwas über ein Drittel der Unternehmen (38 Prozent), die IoT-Lösungen umgesetzt haben oder im Begriff dazu sind, haben IT-Sicherheitsexperten in den Implementationsprozess einbezogen. Von diesen entfallen jeweils etwa ein Drittel (32 Prozent) auf die Bereiche Smart Factories, Smart Utilities (31 Prozent) und Wearables (30 Prozent). Das bedeutet aber ebenso, dass ein beachtlicher Teil von Unternehmen weltweit einer Vielzahl von Bedrohungen Tür und Tor öffnet.

“Viele Unternehmen sehen in IoT-Systemen die Zukunft und setzen daher neue Arten vernetzter Geräte in ihren Netzwerkumgebungen ein”, so Udo Schneider, Security Evangelist bei Trend Micro. Das verbessere zwar ihre Geschäftsprozesse, stelle jedoch auch ein großes Problem hinsichtlich neuer Cyber-Risiken dar, da die eingebauten Betriebssysteme normalerweise nicht ohne weiteres gepatcht werden können. Die Investitionen in IT-Sicherheitsmaßnahmen sollten sich daher an den Investitionen in den Ausbau von Systemen orientieren. Nur so könne das Risiko eines Datenverlustes verringert werden, der große Auswirkungen auf den Umsatz und das Vertrauen der Kunden haben könne.