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Vier Anwendungsfälle im Fokus: KI als Treiber der Digitalen Transformation

Tony Stark – Iron Man, Genie und Entwickler von J.A.R.V.I.S. (Just A Rather Very Intelligent System). Die KI steuert nicht nur die Technik im Anwesen der Comic-Figur. Sie meldet Beschädigungen am Anzug und verarbeitet Unmengen an Daten. Was wäre, wenn jedes Unternehmen einen J.A.R.V.I.S. hätte?

Operational Intelligence Bildquelle: © wrightstudio-123rf

Viele Unternehmen haben in der Tat bereits damit begonnen, KI-fähige Technologien als Teil ihrer digitalen Transformationsstrategie einzusetzen. Dabei spielten bisher Informationserfassung und Prozessautomatisierung die übergeordnete Rolle. Doch der Hype um KI geht für viele CIOs über die reine Prozessoptimierung hinaus. Was wäre, wenn Unternehmen Inhalte und Dokumente ihrer Kunden sowie die zugrundeliegende Kommunikation in einen relevanten, verwertbaren Kontext setzen und neue Erkenntnisse aus diesen Daten ziehen könnten? „Roboter“ können auf Basis dieser Informationen beispielsweise den Kundenservice maßgeblich verbessern.

Robotergesteuerte Prozessautomatisierung (RPA) ist ein Katalysator für KI und nutzt die Daten als Treibstoff, die von intelligenten Erfassungs- und Machine-Learning-Technologien generiert werden. Unternehmen sind reif für intelligente Daten – doch wo starten? CIOs und Experten für KI-Basistechnologien sollten sich Gedanken darüber machen, welche Bereiche und Abläufe im Unternehmen ganz besonders profitieren und Optimierungspotenzial aufweisen. Dazu zählen unter anderem Prozesse für ein besseres und personalisiertes Kundenerlebnis. Bereiche, die ein tiefes Verständnis für große Datenmengen erfordern, um so intelligentere Entscheidungen zu treffen oder Compliance-Richtlinien zu erfüllen, profitieren ebenfalls. Dazu zählen:

Onboarding
Ein wichtiger Anwendungsfall ist das Onboarding neuer Mitarbeiter und Kunden im Versicherungs- und Finanzbereich sowie im Gesundheitswesen. Bei der Eröffnung eines neuen Bankkontos, bei der Beantragung von Hypothekarkrediten oder einer Kreditkarte wird der Antragsteller dazu aufgefordert, eine Reihe von Dokumenten wie einen Personalausweis, Angaben zur Erwerbstätigkeit und einen Adressnachweis vorzulegen. Mit Hilfe der intelligenten Erfassung und Klassifizierung erfolgt dies mit dem Smartphone, sodass die gewonnenen Daten von den Systemen der Bank verarbeitet werden können. Das spart sowohl für Banken als auch Antragsteller Zeit und Geld. Ist der Kunde einmal registriert, studieren andere Systeme, die auf Machine-Learning-Technologie basieren, das Verhalten des Kunden und lernen daraus. So kann ein Unternehmen maßgeschneiderte Dienstleistungen anbieten, die auf der Kreditgeschichte, dem Lebensstil und der Gesundheit des Kunden basieren.

Kreditoren- und Rechnungsbearbeitung
Die Automatisierung von Rechnungen und der Einsatz von RPA sorgen auch in der Kreditorenbuchhaltung für mehr Effizienz. KI lernt hier nicht nur die Abläufe eines Buchhalters, sondern gibt ihm auch mehr Kontrolle über den Genehmigungsprozess. Damit ist ein sehr hoher Automatisierungsgrad möglich. Fehler bei der Rechnungsverarbeitung werden minimiert und die Bearbeitungszeit pro Rechnung stark verkürzt. Ebenso unterstützt KI Mitarbeiter mit grafischen Dashboards, die in Echtzeit den Status aller eingegangenen Rechnungen sowie anderer wichtiger Leistungsindikatoren (KPIs) anzeigen.