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Smart City: Mehr als nur Licht

Smart-City-Konzepte sollen mit modernster Technologie helfen, Bereiche wie Energie, Mobilität und Verwaltung miteinander zu vernetzen, und somit die Lebensqualität der Bewohner von großen Städten und kleinen Gemeinden steigern. Straßenlaternen werden dabei als eine Schlüsselkomponente betrachtet.

Straßenbeleuchtung Bildquelle: © Kamil Katr4 - 123rf

Die Vernetzung über das Internet der Dinge bringt nicht nur einen großen Mehrwert für die eigenen vier Wände, wo Smart-Home-Anwendungen automatisch etwa die Beleuchtung oder Temperatur auf die Nutzer anpassen. Mithilfe des IoT lassen sich auch kleine Kommunen und große Städte in sogenannte Smart Cities verwandeln. Als Schlüsselkomponente wird dabei die Straßenlaterne betrachtet.

Rund neun Millionen dieser Beleuchtungsmasten sorgen in deutschen Städten für gute Sicht bei Nacht oder während trüben und stürmigen Tagen. Darunter finden sich jedoch viele veraltete Modelle, die längst modernisierungsbedürftig sind – zumal die heutzutage noch oft verwendeten Quecksilberdampfhochdruck- und die Mischlichtlampen seit 2015 keine CE-Kennzeichnung mehr erhalten und somit nicht mehr den Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen der EU entsprechen. Neue Lampen auf LED-Basis bieten dagegen nicht nur sparsameres Licht, sondern stellen das Rückgrat einer smarten Stadt dar. „Die Straßenbeleuchtung ist an das Stromnetz der Stadt angeschlossen und in regelmäßigen Abständen in der Stadt aufgeteilt. Damit bietet sie die Basis für den Aufbau von neuer intelligenter Infrastruktur“, sagt Oliver Deuschle, Chef von Smight, einem Anbieter von Smart-City-Technologien.

Notwendig werden entsprechende Lösungen durch den anhaltenden Trend zur Urbanisierung. Drei Viertel der Deutschen leben bereits in Städten, Tendenz steigend. Solche Ballungen stellen Städte jedoch vor große Herausforderungen – vor allem durch das erhöhte Verkehrsaufkommen und damit einhergehend durch steigende Feinstaubbelastung, Parkplatznot und Staugefahr. „Die Hauptaufgaben der Außenbeleuchtung liegen auch in einer Smart City weiterhin in den Bereichen Sicherheit und Ambiente“, meint Marcus Neudecker, Manager B2B M2M & Fixed Connection bei Telefónica Germany. Dabei können diese Bereiche in Zukunft jedoch weitaus umfangreicher abgedeckt werden: „Smarte Leuchten können situations- und bedarfsgerecht aktiviert werden, zum Beispiel indem sie dann einschalten, sobald Menschen oder Fahrzeuge in der Nähe sind“, ergänzt Neudecker.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Lichtintensität automatisch an die Umgebung anzupassen. Sensoren an den Masten registrieren hierfür sowohl die Lichtintensität der Umgebung als auch den Verkehr. Während der Dämmerung oder in einer belebten Straße voller anderer Lichtquellen wie Geschäften und Leuchtreklame, kann dann die Straßenbeleuchtung gedimmt werden. Kombiniert mit dem Einsatz von LED-Lampen sparen Kommunen, Energieversorger und Unternehmen dadurch bis zur Hälfte des zuvor für Licht verbrauchten Stroms und damit bares Geld.