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Public Cloud: Entscheidungen über Entscheidungen

Welches Public-Cloud-Angebot ist für welchen Einsatzzweck am besten geeignet? AWS, Azure und Google Cloud im Vergleich und aus Managementsicht betrachtet.

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Der Cloud-Markt boomt. Viele Unternehmen lagern Teile ihrer Infrastruktur in die Cloud aus, wobei es „die Cloud“ eigentlich gar nicht gibt. Cloud Computing steht für die Möglichkeit auf einen großen Ressourcen-Pool zuzugreifen und Teile davon für eigene Zwecke zu verwenden.
Grob lässt sich zwischen Public Clouds und Private Clouds unterscheiden. Bei einer Public Cloud teilen sich mehrere Kunden die verfügbaren Ressourcen während diese bei einer Private Cloud exklusiv für einen Kunden zur Verfügung stehen. Immer häufiger kommen auch sogenannte “Hybrid Cloud” zum Einsatz, die sowohl aus einem Teil Private Cloud als auch einem Teil Public Cloud bestehen und somit die Vorteile beider Welten vereinen.

Das Angebot von Public-Cloud-Providern umfasst standardisierte Dienste, die meist günstiger sind als Private Clouds mit hohem Individualisierungsgrad. Public Clouds können für Unternehmen viele Vorteile bieten. Sie ersetzt jedoch keinesfalls fehlende Innovation und nicht vorhandenes IT-Know-how in Unternehmen. IT-Entscheider sollten daher vor einem Wechsel in die Public Cloud die projekt- und fallspezifischen Vor- und Nachteile genau prüfen.

Was spricht für die Public Cloud?
Abhängig von der bestehenden Infrastruktur, den Zielen und dem Budget des Unternehmens können die Gründe für einen Umzug in die Public Cloud sehr vielfältig sein. Meist wird aber eines oder mehrere der folgenden fünf Argumente für einen Wechsel aufgeführt:

  1. Steigerung der Verfügbarkeit
  2. Kostenersparnis
  3. Erhöhte unternehmerische Agilität und Skalierbarkeit
  4. Auslagerung von Verantwortung
  5. Möglichkeiten professionelle Cloud-Services zu nutzen

Public Clouds bieten fast unendliche Möglichkeiten. In der Praxis zeigt sich, dass ein Umzug in die Cloud nur unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll ist. Um eine objektive Entscheidung für die Zukunft der Unternehmens-IT zu treffen, ist es wichtig, alle Vor- und Nachteile zu kennen und gegeneinander abzuwägen. Professionelle IT-Beratungen können bei dieser Entscheidung unterstützen. Sollte die Analyse zugunsten einer Public Cloud ausfallen, so bieten beispielsweise die drei großen Anbieter Amazon, Google und Microsoft mit ihren Clouds eine solide Grundlage zur Auslagerung der Infrastruktur.

Guter Funktionsumfang bei allen drei Anbietern
Die Public Cloud von Amazon, Google und Microsoft bieten Unternehmen ein breites Service-Portfolio mit vielen Kombinationsmöglichkeiten. Die Bandbreite reicht von Cloud-Servern, Datenbanken sowie Daten- und Langzeitspeichern über Content Delivery Networks und Load Balancer bis hin zu Big-Data-Analysetools. Alle Funktionen sind für IT-Administratoren komfortabel zu bedienen. Die Migration bestehender Anwendungen ist aber je nach Alter und Programmierung häufig kein Vergnügen. Bei einem Wechsel der Betriebsumgebung fallen immer Migrationsaufwände und Kosten an. Bei einem Umzug in eine Public Cloud ist in der Regel mit höheren Migrationskosten als bei einer individuell angepassten Umgebung zu rechnen, da die Anwendungen an die verfügbaren Standard-Services angepasst werden müssen.
Oft ist es auch möglich, die Anwendungen ohne Veränderung in der Cloud zu betreiben. Dieses Verfahren wird als „Lift-and-Shift“ bezeichnet. Vorteile wie Skalierbarkeit und automatisierte Deployments gehen hierbei allerdings verloren. Zudem besteht die Gefahr, dass benötigte Komponenten oder Versionen langfristig aus dem Angebot des Public-Cloud-Anbieters fallen und somit nicht mehr verfügbar sind. Der Einsatz von vorgefertigten Cloud-Services der drei Anbieter ist daher meist ratsam, auch wenn initial höhere Migrationsaufwände anfallen.