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VR/AR im B2B-Umfeld: Mehr als nur Entertainment

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Produkte erlebbar machen oder designen

Audi VR experience Bildquelle: © Audi AG

Premiere im Automobilvertrieb: Mit der "Audi VR experience" startete die erste vollfunktionale VR-Anwendung für die Kundenberatung im Autohaus. In Deutschland, Großbritannien und Spanien nehmen derzeit erste Händler die VR-Brille in Betrieb.

Vertrieb
Für Unternehmen, die große, sehr kostspielige oder fest installierte Produkte verkaufen, sind AR und VR eine gute Unterstützung für den Vertrieb. Mit ihrer Hilfe können auch besonders sperrige oder sehr große Produkte dem potenziellen Kunden vorgeführt werden. Große Produktionsmaschinen lassen sich so einfach zeigen und erklären – und der Kunde hat sogar die Möglichkeit, sie zu testen. 

Google Glass Brille Bildquelle: © Deutsche Bahn AG / DB Schenker

Digitale Hilfsmittel wie zum Beispiel Google-Glass-Brillen sind vielversprechend in der Logistik, da sie Funktionen wie Informationsanzeige und Scannen beherrschen und dabei beide Hände frei bleiben.

Logistik und Transport
In der Logistik wird in Zukunft vermehrt auf die AR-gestützte Kommissionierung gesetzt. Beim sogenannten „Vision Picking“ haben Lagerfachkräfte Smart Glasses auf, die zum Beispiel Informationen einblenden, in welchem Gang sich der gerade gesuchte Artikel befindet und in welcher Menge er benötigt wird. Mit dieser Unterstützung funktioniert die Zusammenstellung von Aufträgen nachweislich schneller. Hologramme zur Navigation sind inzwischen in Pkw weit verbreitet: Hier wird die Windschutzscheibe mit AR erweitert. Gerade im Lieferverkehr ist diese Möglichkeit eine wichtige und übersichtliche Informationsquelle für die Fahrer.  

Produktdesign
Über VR-Lösungen können Designer bei der Entwicklung neuer Produkte frei mit vielen verschiedenen Formfaktoren und Materialen sowie Farben arbeiten. Die Darstellung als virtuelle Prototypen vereinfacht und beschleunigt die Entwicklung neuer Produkte. Nike, Ford, Boeing und Lockheed Martin verwenden beispielsweise schon VR für das Design neuer Produkte.

Produktentwicklung
VR bildet alle Stadien des Produktlebenszyklus ab. Von der Konstruktion über den Einsatz bis zur Entsorgung lassen sich damit alle Abschnitte simulieren, analysieren und optimieren. Das Kosteneinsparungspotenzial liegt auf der Hand: Ein Produkt wird erst dann serienmäßig hergestellt, wenn anhand des virtuellen Prototypen klar ist, dass es auch funktionstüchtig ist. Besonders wenn es um potenziell gefährliche Produkte geht, bietet VR einen großen Vorteil: Es kann zunächst im virtuellen Raum gearbeitet werden – ohne Sicherheitsrisiko.