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Fortschritt der Migration: Telekom will IP-Umstellung noch 2018 abschließen – weitestgehend

Die Deutsche Telekom hat im Rahmen der eigenen Veranstaltung Digital South in München zum Fortschritt der IP-Umstellung informiert. Die Migration soll nach Plan laufen, das Ziel Ende 2018 werde erreicht – mit wenigen Ausnahmen. Anschließend steht der Glasfaserausbau auf der Agenda.

All-IP Bildquelle: © Fotolia / cookiecutter

Laut der Telekom steht die IP-Umstellung kurz vor ihrem Abschluss

Die IP-Umstellung geht laut der Deutschen Telekom auf die Zielgerade. Wie Klaus Müller, Leiter Strategische Entwicklung und Transformation bei der Telekom, im Rahmen der Veranstaltung Digital South in München erklärte, sind aktuell 90 Prozent der gesamten Breitbandanschlüsse umgestellt. Bei den Geschäftskunden liegt diese Quote bei 85 Prozent oder 1,9 Millionen umgestellten Anschlüssen. Die ausstehenden Unternehmen sollen in den kommenden Monaten ebenfalls migriert werden. „Wir halten daran fest, dass wir die Umstellung bis Ende 2018 schaffen“, so Müller.

Klaus Müller, Leiter Strategische Entwicklung und Transformation , Telekom Deutschland Bildquelle: © Telekom Deutschland

Klaus Müller, Leiter Strategische Entwicklung und Transformation bei der Telekom

Für ausnahmslos alle Unternehmen gilt dies jedoch nicht. Unter anderem sind die Geschäftskunden mit Primärmultiplexanschlüssen nicht in den 85 Prozent einberechnet. Diese will der Netzbetreiber auch über 2018 hinaus in den „kommenden zwölf bis 24 Monaten“ umstellen. Laut Müller soll es sich jedoch um weniger als 100.000 Unternehmen handeln, auf die das Profil zutrifft. Etwas mehr Zeit können sich darüber hinaus aber auch Großkunden der Telekom lassen. Hier setzen die Bonner auf Dialog und individuelle Lösungen – ohne drastische Zeitvorgaben.

Für die Telekom ist die IP-Umstellung ein „Aufräumen mit der Historie“, wie Müller erklärt. Immerhin lag der Fokus von ISDN klar auf Sprache. Dem Anbieter sei aber gleichzeitig bewusst, dass die Kunden im Zuge des Migrationsprozesses sowohl Arbeitszeit als auch technische Ressourcen investieren müssten. „Der Kunde hat jedoch keine Verschlechterung“, so Müller. Im Gegenteil, „wir sind in allen KPIs besser als auf der alten Plattform“. Beispielsweise bei Gesprächsaufbau und -qualität. Darüber hinaus habe die Telekom mit IP die Grundlage für Vectoring sowie Supervectoring geschaffen, und damit für Geschwindigkeiten jenseits von 100 Mbit/s.