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Thingstream-Kommentar: All-in-One-Tarif für IoT-Lösungen

Die erfolgreiche Verbreitung des IoT scheitert oft an unklaren Kosten. Neil Hamilton, VP Business Development bei Thingstream, erklärt die Vorteile einer Festpreiskonnektivität für IoT-Bereitstellungen.

Geld Bildquelle: © montebelli - fotolia

Unternehmen, die IoT-Lösungen großflächig einsetzen möchten, erwarten schnelle und einfach zu verwaltende Konnektivitätslösungen. Sie möchten Daten schnell erfassen und sofort auf die gesammelten Erkenntnisse reagieren. Die Realität stellt sich nach Erfahrung von Thingstream jedoch anders dar, wie Neil Hamilton, VP Business Development bei Thingstream, erklärt: “Aufgrund der vielen potenziellen indirekten Kosten für Unternehmen, die mit IoT-Lösungen einhergehen, kann sich gerade die kritische Kostenfrage schnell ändern. Eine solide Festpreislösung mit einem All-in-One-Tarif ist für die Planung zukünftiger IoT-Ausgaben unerlässlich.” Unterstreichen würde diese Forderung auch eine Studie von McKinsey. Dieser zufolge würden jeden Sekunde 127 neue globale IoT-Geräte verbunden. Unternehmen müssten daher eine Möglichkeit finden, die bestmögliche Kontrolle über jedes Gerät in ihrem Ökösystem zu behalten.

Was ist bei IoT-Konnektivität zu Festpreisen zu beachten?
Für die intelligente Preisgestaltung langfristiger IoT-Lösungen ist eine Reihe wichtiger Faktoren zu berücksichtigen. Wenn Unternehmen das erforderliche Niveau an Konnektivität bestimmen wollen, sollten sie sicherstellen, dass sie nur für das bezahlen, was sie tatsächlich benötigen. Dies beginnt mit der Entscheidung, was die verbundenen “Dinge” senden müssen. Im industriellen IoT (IIoT), in dem Fixpreis-/Sensor-basierte Konnektivität immer häufiger wird, müssen nur selten Datenpakete von mehr als 160 Bytes pro Nachricht und Gerät kommuniziert werden.

Eine der effizientesten Konnektivitätsoptionen für die Bereitstellung von IIoT-Lösungen ist daher das GSM-Sprachnetzwerk. Dank der einfachen USSD-Technologie (Unstructured Supplementary Service Data), ein Übermittlungsdienst für GSM-Netze, können verbundene IoT-Geräte bis zu 160 Bytes pro Nachricht gesendet werden. Dies erfolgt in einem etablierten globalen Netzwerk, das in mehr als 190 Ländern verfügbar ist. “Das GSM-Netz als Alternative für die IoT-Konnektivität ist für Unternehmen aus einer Reihe von Gründen betriebswirtschaftlich sinnvoll. Die globale Abdeckung stellt sicher, dass die Konnektivität bei Reisen über Grenzen hinweg oder bei erforderlichem Roaming nicht verloren geht”, berichtet Neil Hamilton. Benötigt ein Unternehmen eine Anwendung, die täglich ungefähr 100 Bytes an Daten pro Gerät sendet, ist ein 1-MB-Datenvolumen pro Monat für jedes Gerät in einer Hochgeschwindigkeits-LPWAN-Verbindung (Low Power Wide Area Network) somit kaum erforderlich.

Darüber hinaus können die IoT-Geräte so programmiert werden, dass sie nur dann Daten senden, wenn sie “aktiv” sind, das heißt, wenn bestimmte Parameter erfüllt sind. Durch die Verwendung eines Geräts, das nicht ständig verbunden ist, können Unternehmen die Datennutzung langfristig besser vorhersagen. Ein solcher vertragsbezogener Pay-as-you-go-Vertrag stellt sicher, dass Unternehmen nur für die Daten bezahlen, die sie benötigen. Sie können damit das traditionelle Carrier-Modell der “Always-on”-Konnektivität umgehen und die Langlebigkeit des Geräts durch geringere Batterieabhängigkeit maximieren.

Wenn ein Unternehmen in der Lage ist, genau zu bestimmen, wie oft Nachrichten gesendet werden müssen, kann es somit vorhersagen, wie viele Daten pro Monat oder Jahr verwendet werden müssen, damit es sich zu einem IoT-Pauschalvertrag verpflichten kann. Die Verwendung dieser Art von Konnektivität, mit begrenzten Daten in jeder Nachricht, bietet Unternehmen je nach Geschäftsanforderungen die erforderliche Flexibilität.

Die genannten Faktoren positionieren diese Art von IIoT-Messaging als vorteilhaft für viele IoT-Szenarien. Mobile internetbasierte IoT-Lösungen hingegen können Nachteile wie höhere Kosten, unzuverlässige Konnektivität beim Roaming und mangelnde Sicherheit mit sich bringen. Zum Beispiel werden nicht-lizenzierte Netze, die nicht vollständig auf einer bereits bestehenden Infrastruktur basieren, Investitionen für den weiteren Aufbau der Netze erfordern, was zwangsläufig die Abonnementkosten erhöht.

Dies unterstreicht erneut, dass Unternehmen ihre Anforderungen genau berücksichtigen müssen. Sie sollten nur für Daten und Erkenntnisse bezahlen, wo dies notwendig ist. Mit diesem strategischen Ansatz lassen sich nicht nur die IoT-Ausgaben präzise vorhersagen. Daraus resultiert auch eine intelligentere Möglichkeit, nur die wichtigsten Daten von verbundenen Geräten zu sammeln und so unerwartete Kosten zu minimieren.