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Vodafone kurz vor Unitymedia-Übernahme: Großer Kabelnetz-Deal bahnt sich an

Offiziell bestätigt ist es nicht, einem Bericht der Financial Times zufolge hat sich Vodafone jedoch mit Liberty Global über einen Kauf der Tochtergesellschaft Unitymedia geeinigt. Für 16,5 Milliarden Euro entstünde damit ein deutschlandweiter Kabelbetreiber.

TV Vodafone Bildquelle: © Vodafone

Bei dem Deal geht es laut Financial Times insbesondere um Libertys Kabelsparten in Deutschland und Osteuropa. Dazu gehört auch Unitymedia.

Gerüchte über einen möglichen Verkauf von Unitymedia an Vodafone hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder gegeben, nun scheinen der Unitymedia-Mutterkonzern Liberty Global und Vodafone zu einer Einigung gekommen zu sein. So zumindest berichtet es die britische Financial Times unter Berufung auf Verhandlungskreise. Dabei geht es um den Verkauf von Unitymedia in Deutschland und weiteren TV-Kabelnetzen in Osteuropa. Innerhalb der nächsten zwei Wochen schon könnte der größte europäische Telekom-Deal der letzten fünf Jahre über die Bühne gehen. Die Kaufsumme, die Vodafone geboten haben soll, belaufe sich auf rund 16,5 Milliarden Euro, wobei die aktuelle Verschuldung eingerechnet sei.

Bereits im Februar hatte Vodafone mit Bezug auf damals veröffentlichte Presseberichte bestätigt, dass sich die Gespräche mit Liberty Global in einem frühen Stadium befänden. Die Deutsche Telekom und Telefónica Deutschland hatten als Reaktion auf die dann marktbeherrschende Stellung Vodafones verwiesen und indirekt die Regulierer in die Pflicht genommen, einen solchen Zusammenschluss zu verhindern.

Vodafone ist seit der Übernahme von Kabel Deutschland der größte Kabelnetzbetreiber und in 13 Bundesländern aktiv. Unitymedia ist in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen aktiv. Daneben gibt es, so Telecom Handel, mit Pÿur inklusive Primacom/Deutsche Telekabel (DTK), Tele Columbus, Pepcom und der Pepcom-Gruppe weitere Anbieter.