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Produktion und Logistik: Neue Mobilfunktechnologie für die Industrie 4.0

Ericsson stellt auf der Hannover Messe LTE- und 5G-Mobilfunklösungen für Unternehmen im Bereich Industrie 4.0 vor, die Unternehmen eine maßgeschneiderte Konnektivität für smarte Produktions- und Logistikanwendungen bieten sollen.

LTE- und 5G-Mobilfunklösungen für die Industrie 4.0 Bildquelle: © Ericsson

Ob kabellos verbundene Produktionsroboter, smarte Fabriken oder vollkommen vernetzte Wertschöpfungsketten – für Unternehmen der Industrie 4.0 ist Konnektivität essentiell. “Mit unseren LTE- und 5G-Lösungen bieten wir interessierten Unternehmen maßgeschneiderten Mobilfunk für Industrie-4.0-Anwendungen”, erklärt Stefan Koetz, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Ericsson. Die lokalen Lösungen bieten Unternehmen maßgeschneiderte Konnektivität für smarte Produktions- und Logistikanwendungen. “Insbesondere mit Blick auf Sicherheits- und Qualitätsstandards überbieten unsere Lösungen die aktuell eingesetzten Technologien, wie zum Beispiel Wireless Lan”, ergänzt Koetz.

Mit Blick auf die Qualitätsstandards der Unternehmenslösungen stechen zwei Aspekte besonders heraus: Das angebotene Gesamtsystem ist redundant aufgebaut und damit äußerst ausfallsicher. Darüber hinaus sind die einzelnen Komponenten industriellen Zwecken angepasst und bleiben auch bei besonderen Anforderungen – beispielsweise Feinstaub in Minen oder hohe Temperaturen in Stahlwerken – robust. Hierbei sind LTE- und 5G-Mobilfunklösungen für Unternehmen als eine Art Produktplattform zu verstehen, die in verschiedenen Punkten flexibel anpassbar sind. Durch die Virtualisierung verschiedener Netzfunktionalitäten passt nahezu das gesamte System inklusive der Steuereinheit (Baseband Unit) in eine kompakte Transport-Box. Lediglich die Funkeinheiten sind auf dem abzudeckenden Gelände installiert.

Einen Vorteil einer solchen Mobilfunklösung in einer Fabrik demonstrierten zuletzt Ericsson, das Center Connected Industry und ein Industriepartner: Die Partner haben in der Demonstrationsfabrik Aachen automatisierte Fahrzeuge direkt über LTE-Mobilfunk mit einer extrem niedrigen Latenz angebunden. Auf diesem Weg konnte die speicherprogrammierbare Steuerung – das zentrale Steuerungsmodul, das bisher direkt per Kabel an jeder größeren Transport- oder Produktionsmaschine angeschlossen sein muss – zentralisiert werden. Die kostenintensive Steuerungseinheit kann so beispielsweise in Bereiche verlagert werden, in denen sie nicht den rauen Produktionsbedingungen ausgesetzt ist oder zentral für verschiedene Produktionseinheiten genutzt werden. Zudem reduziert auch das Einsparen des Moduls am Fahrzeug das Gewicht und somit den Energieverbrauch. Bei stationären Anlagen kann hierdurch hingegen Produktionsfläche eingespart werden, da die speicherprogrammierbare Steuerung häufig ein großflächiger Aufbau ist.

Die neue Mobilfunklösund präsentiert Ericsson auf der Hannover Messe im Rahmen der Bitkom Innovation Area (Halle 6, D 30).