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Datenschutz: Keine Panik – 5 Last Minute-Tipps für die EU-DSGVO

Fortsetzung des Artikels von Teil 1.

Offene Fragen

Was ist mit Österreich und der Schweiz?

Österreich und alle anderen Länder der EU sind von der DSGVO genauso betroffen. Die Schweiz muss (wie andere Nicht-EU-Länder, die dem EWR angehören, auch) belegen, dass ihre Datenschutzgesetze bzw. ihr Datenschutzniveau dem in der EU mindestens entspricht, damit sie von der EU einen Angemessenheitsbeschluss erhält. Deswegen wurde das Schweizer Datenschutzgesetz einer totalen Revision unterzogen und übernimmt weite Teile der GDPR. Diese „Kleine GDPR“ erfüllt zukünftig die Forderung des gleichen Datenschutzniveaus. Darüber hinaus gelten die Regeln der DSGVO für alle Unternehmen, die Waren oder Dienstleistungen in der EU anbieten, oder personenbezogene Daten von in der EU befindlichen Personen zum Zwecke der Verhaltensanalyse verarbeiten.

Muss ich ein Portal für die Dateninhaber/Betroffenen einrichten?

Nicht zwingend – die Form, in der Sie den Betroffenenrechte der DSGVO nachkommen, ist nicht festgelegt – per Portal, auf Nachfrage oder wie auch immer Sie es gestalten wollen. Es ist ausreichend, wenn der Kunde/Betroffene bei jeder Einwilligung über die Kontaktdaten des DSB oder Datenschutzkoordinators informiert wird. Allerdings hilft ein Portal bei der Verarbeitung der Anfragen seitens der Kunden.

Zu guter Letzt noch ein kleines Trostpflaster für alle, die sich mit der DSGVO bisher nicht beschäftigt haben, und denen jetzt der Abmahnanwalt droht. Der 25. Mai 2018 ist ein Freitag – und vor Montag, den 28. geht kein Schreiben raus. Sie haben also drei Tage gewonnen, um die fünf Last-Minute-Tipps zur DSGVO umzusetzen.

Christian Golz ist Senior Consultant & Datenschutzbeauftragter bei Trivadis