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Business Talk VR/AR: Die Ruhe nach dem Sturm

Fortsetzung des Artikels von Teil 4.

Die Technologie wird über B2B aufgerollt

Zwar sind die in den VR-Markt gesetzten Erwartungen bisher enttäuscht worden. Doch der Ausblick, das zeigt der Business Talk, ist durchwegs positiv. Neue Impulse seien beispielsweise über neue Geräte-Generationen zu erreichen, die nun zügig entwickelt und im Markt eingeführt werden müssten. Deloitte empfiehlt der Branche zudem, vermehrt auf jüngere Zielgruppen zu setzen: In diesen Altersgruppen seien Akzeptanz und Interesse an VR-Brillen am größten. Die Business Talk-Teilnehmer sind überzeugt, dass der entscheidende Push über B2B kommen wird. Benjamin Rieck, Presse- und Kommunikationsmanager bei Solcom: „Ich bin der Meinung, dass der VR/AR-Markt über den Businessbereich aufgerollt wird. Im Consumerbereich wird es noch lange dauern, speziell Virtual Reality, weil die Hardware noch zwei, drei Generationen brauchen wird.“ Beim Thema Augmented Reality verhalte es sich ein wenig anders, weil da die Hardware-Hürde nicht so hoch ist. Denn im Prinzip habe jeder ein funktionierendes Device in seiner Tasche: sein Smartphone. Und Sebastian Benett von Tarox ergänzt: „Wir glauben auch, dass es im Vergleich zu B2C auch über B2B den kräftigeren Schub gibt. Wobei ich aber eine Sache nicht außer Acht lassen würde und das ist der Social-Media-Bereich.“ Hier könne man von Mark Zuckerberg beziehungsweise Facebook noch einiges erwarten.

Lars Vogel, T-Systems Multimedia Solutions Bildquelle: © funkschau

Lars Vogel, Head of Digital Transformation, T-Systems Multimedia Solutions

Wird VR also ein Massenmarkt der Zukunft? Ja, der Anfang sei gemacht, sagt Klaus Herbert von HP und gibt im gleichen Atemzug zu bedenken: „Der genaue Zeitpunkt für den Start des Massenmarktes muss noch definiert werden.“ Auf die Frage, wann der Startschuss für die Marktdurchdringung fallen werde, hält man sich aufgrund der bisherigen Entwicklungen bedeckt. Wer mag schon den Blick in die Zukunft wagen – das Auf und Ab der VR/AR-Technologie hat ja gezeigt, wie ungewiss diese sein kann. Ein gewisses Déjà-vu-Gefühl lässt sich da nicht vermeiden. Lars Vogel von T-Systems MMS wagt schlussendlich doch eine Prognose:

Lars Vogel, T-Systems Multimedia Solutions: “Die Marktdurchdringung – wo derartige Lösung nicht mehr PoCs, Piloten oder Einzellösungen sind – sehe ich Ende 2018. Vielleicht ein paar wenige Monate später.”