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Vernetztes IoT: Vom Smart Building zur Smart City

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Auf zur Smart City

Auch außerhalb des Gebäudes werden die Anwendungen des IoT kein Ende finden. Dazu gehören beispielsweise Parkplatzsensoren, die durch darüberfahrende Autos aktiviert werden. Der Pendler weiß dann sofort, wo in der Umgebung seines Büros noch Parkplätze frei sind, oder er besser die öffentlichen Verkehrsmittel nutzt. Gleichzeitig verbessert sich dadurch der Verkehrsfluss, da langsam fahrende Autos auf der Suche nach der nächsten freien Lücke wegfallen. Ein anderes Szenario sind solarbasierte Sensoren, die in der Nähe von Straßen Temperatur und Feuchtigkeit messen und so gezielt vor Nässe und vereisten Fahrbahnen warnen können. Platziert in Parks und Gärten, aktivieren sie die automatische oder manuelle Bewässerung nach Bedarf.

Auch bei der Müllentsorgung lässt sich die Infrastruktur mit dem Gebäude vernetzen. Ein und derselbe Sensor informiert den Hausbesitzer, ob er noch Platz in der Mülltonne hat, und meldet dem Dienstleister, wenn der Hausmüll abgeholt werden muss. Der Nutzer ärgert sich nicht über die volle Tonne, die er vergessen hat rauszustellen, und das Entsorgungsunternehmen kann seine Ressourcen gezielter planen. Beim Thema Energieversorgung und -sparen kann der Nutzer seine Bedarfsspitzen an die aktuellen Netzpreise anpassen.

Um die Ernährung der stets wachsenden Weltbevölkerung zu gewährleisten und Qualität und Ertragsmenge zu optimieren, sollen Plantagen und Anbaugebiete mit Millionen Sensoren überwacht werden. Auch der Zustand von Brücken und Steinschlagnetzen kann mit Vibrationssensoren überwacht und Naturkatastrophen wie Überschwemmungen können frühzeitiger erkannt werden.

Anforderungen an die Sensorik und Konnektivität zum IoT
Ein geeignetes EnOcean IoT Gateway vernetzt Sensoren und Aktoren des EnOcean-Funkstandards über das Internet mit der Cloud. Mittels Internetprotokoll und geeigneten Middleware-Konnektoren können die batterielosen Funksensoren schnell und einfach mit Anwendungen im Internet verbunden werden und mit einer cloud-basierten Plattform wie IBM Watson, Amazon Echo, Microsoft Azure, Apple HomeKit, Google Home, Crestron, interagieren.

Die Vernetzung der Geräte und Sensoren wird zunehmend über das Internet in Form webbasierter Dienste, sogenannter Cloud-Services, erfolgen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind offene und flexibel erweiterbare Systeme unerlässlich. Die batterielose Funktechnologie von EnOcean erfüllt eben diese Anforderungen und ermöglicht die umfassende Vernetzung im Internet der Dinge.

Armin Anders ist Vice President Business Development und Mitgründer von EnOcean