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Software Asset Management: Die Lizenz zum Mehrwert

Viele Unternehmen begreifen Software Asset Management (SAM) noch als bloße taktische Maßnahme – nämlich um den Druck von Audits und Compliance auszuhalten. Mittlerweile haben solche Projekte ebenso eine strategische Komponente, die über den reinen Abgleich von IT-Lizenzen und -Nutzung hinausgeht.

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Verfolgen Unternehmen einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl die Umsetzung von IT-Trends wie Cloud und IT-Security aber auch komplexe Lizenzierungsstrategien unterstützt, dann trägt SAM konkret zur Wertschöpfung bei.

Virtualisierung, neue Lizenzmetriken und Vertragsformen der Hersteller sowie Cloud-Lösungen gestalten das Lizenz-Management zunehmend komplexer. Unternehmen und Behörden mit mehr als 250 PC-Arbeitsplätzen stehen vor der Herausforderung, die Übersicht zu behalten – nicht nur, um in Hersteller-Audits zu bestehen und Strafzahlungen zu vermeiden. Parallel zu dieser Entwicklung ist Software Asset Management (SAM) längst zur Chefsache aufgestiegen. Laut einer aktuellen Gartner-Analyse fällt die klassische Audit- und Compliance-Zentrierung des Lizenz-Managements als Triebfeder zurück. Vielmehr rücken die Qualität der IT-Prozesse sowie ein konkreter Beitrag zur Wertschöpfung in den Fokus. Ähnliche Umfragen bei CIOs und anderen IT-Verantwortlichen ergeben ein vergleichbares Bild. Für viele gehört SAM zu den Top 5 der aktuellen IT-Themen.

Experten für ein ganzheitliches Konzept gefragt
Die höhere Priorität – und die gestiegene Komplexität – gehen mit dem Wandel einher, der gerade sämtliche IT-Bereiche erfasst hat. Die reine Lizenzbilanzierung bleibt zwar wichtig, da sie weiterhin das notwendige Fundament bildet. Auf diesem bauen dann aber ganzheitliche Konzepte auf, die in konkreter Wertschöpfung beim SAM-Anwenderunternehmen münden. Insbesondere das Verknüpfen mit den IT-Dauerbrennern Cloud Readiness und Security sowie der häufig fehleranfälligen Datenbank-Lizenzierung (zum Beispiel SQL) bietet das größte Potenzial, Mehrwert zu genieren. SAM ist dann mehr als „Zählen, Messen und Wiegen“ der Softwarelizenzen und -anwender. Es entwickelt sich vom reaktiven taktischen zum proaktiven strategischen Instrument.

Wer mit SAM Mehrwert gewinnen will, sollte einen Schritt zurücktreten und Lizenzmanagement als Gesamtbild betrachten. Eine derartig ganzheitliche Sichtweise beginnt in der Regel damit, dass erfahrene SAM-Berater einen Workshop bei der Anwenderfirma abhalten. Dieser dient dazu, die Ausgangsituation zu analysieren und Unternehmensziele abzustecken. Insbesondere gilt es zu klären, welche Geschäftsmodelle die Firma umsetzen will und wie dafür die IT- und Unternehmensstruktur ausgerichtet werden sollte. Das zukünftige Software Asset Management unterstützt diese Vorhaben mit zielgerichteten Maßnahmen und einer klaren Planung.