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Plattformen: Das IoT-Ecosystem

Wie sieht eine flexible, anpassungsfähige und skalierbare IoT-Plattform aus? Der Spezialist für industrielle Datenkommunikation Insys Icom hat seine Antwort darauf gefunden.

Markus Meyer, Insys Icom Bildquelle: © Insys Icom

Im Interview mit Markus Meyer, Leiter Vertrieb und Marketing bei Insys Icom

IoTxpert: Insys war ein Pionier für industrielle Modems und ist heute für professionelle Router bekannt. Wie sieht die nächste Evolutionsstufe aus?

Markus Meyer: Richtig. Mit unseren Routern haben wir uns einen Namen gemacht. Gepunktet haben wir vor allem damit, dass wir Technologien geschickt kombinieren, die für Nutzer einfach bedienbar sind. Das Ergebnis sind Geräte mit einem hohen Maß an IT-Sicherheit. Aktuelle Entwicklungen im M2M- und IoT-Umfeld zeigen allerdings, dass es weit mehr braucht als einen Router. Kunden möchten Anwendungen realisieren und benötigen dafür einen Partner, der sie möglichst umfassend unterstützt. Darum haben wir die Insys „Smart IoT Plattform“ entwickelt. Sie ist ein vorintegriertes Ecosystem, das alle Elemente beinhaltet, um Daten aus verteilten Anwendungen zu gewinnen, zu verarbeiten und bereitzustellen. Die Datenverarbeitung kann vor Ort (Edge Computing), in der Cloud oder auf kundenspezifischen Servern geschehen. Nutzer erhalten eine skalierbare Kommunikationslösung aus einer Hand, auf der sie ihre Geschäftsmodelle aufsetzen können.

IoTxpert: In dieser Plattform finden sich neben den Routern zahlreiche andere Elemente. Verliert der Router damit an Bedeutung?

Meyer: Nein, sicherlich nicht. Viele Elemente unserer Lösung beziehen sich auf die Router oder sind sogar Bestandteil. Darum nennen wir die Geräte auch „Smart Devices“. Sie beinhalten eine integrierte Linux-Umgebung, mit der Kunden Skripte und Programme auf dem Router ausführen oder auch Daten speichern können. Zwei Systeme sind verfügbar: Die „Insys Sandbox“ oder die „Icom Smartbox“. Letztere stellt via LXC dem Nutzer virtuelle Umgebungen in Containern zur Verfügung. Beispielsweise beruht auch „Docker“ auf dieser Linux-Technologie. Zusätzlich können software-basierte Anbindungen an Feldgeräte mit unterschiedlichen Protokollen – sogenannte „Application Connectors“ – und an kundenindividuelle Infrastrukturen wie Clouds, ERP- oder Scada-Systeme – sogenannte „Destination Connectors“ – realisiert werden. Die Smart Devices bleiben damit das zentrale Element unserer Smart IoT Plattform.