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Video-Dienste und Konferenztechnik: WebRTC - Hoffnungsträger der Videokommunikation

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Expertenkommentar: "Noch kein einheitlicher Standard"

Axel Albrecht, Sales Engineer bei Blue Jeans Network Bildquelle: © Blue Jeans Network

Axel Albrecht, Sales Engineer bei Blue Jeans Network

Axel Albrecht: “Bei der Standardisierung handelt es sich um ein Feld, das noch bestellt werden muss. Wenn wir uns die einzelnen Browser-Lösungen ansehen, stellen wir fest, dass neben Chrome nur Firefox relativ weit mit der Entwicklung fortgeschritten ist. Microsoft hingegen wird den Standard mit dem Internet Explorer nicht unterstützen. Und der neue Edge-Browser für Windows 10 hat sich als Standard-Browser noch nicht durchgesetzt und funktioniert nur über das Microsoft-eigene ORTC-Protokoll. Hier entwickelt sich also wieder ein anderer Standard, mit anderen DLLs und Videodateien, der zudem nicht alle Funktionen einer Videokonferenz unterstützt. Apple hat sich mit dem Safari-Browser bisher nicht für WebRTC entschieden. Wir sehen also noch einige Hürden, da die verschiedenen Anbieter auf unterschiedliche RTC-Protokolle setzen. Das große Problem ist, dass dieser Standard eben noch nicht einheitlich oder eindeutig ist. Ferner können sich WebRTC-Strukturen auch mit einzelnen Updates bei verschiedenen Anbietern ändern.

Schwächen hat WebRTC zudem bezüglich der Bandbreitenkontrolle. Wenn Nutzer die Bandbreite hoch- oder herunterfahren möchten, könnte dies noch etwas flüssiger verlaufen. Gerade im Enterprise-Bereich ist das ein wichtiger Aspekt.”