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Lizenzmanagement: Software-Mietmodelle als Stolperfalle

Fortsetzung des Artikels von Teil 2.

Auslagern oft bessere Alternative

Dies verlangt nach organisatorischen Veränderungen, die sich nur teilweise durch Automatisierungen mit geeigneten SAM-Tools umsetzen lassen. Im Fokus des Lizenz-Managements bleibt dennoch der richtige Umgang mit den Software-Lizenzen. Der Aufwand dafür hängt von mehreren Faktoren ab: der Unternehmensgröße, der Anzahl der Hersteller, für deren Produkte Lizenzbilanzen benötigt werden, und von der Bandbreite der eingesetzten Software sowie den einzelnen Zielsetzungen der Unternehmen. Die Kreativität der großen Software-Hersteller bei der Preisgestaltung wird zu einer großen Last für die IT-Budgets der Anwenderunternehmen. Die Anbieter sorgen durch ständige Veränderungen von Lizenzmetriken und Produktstrategien, dass Bestandskunden permanent nach- oder neu lizenzieren müssen, wenn sie nicht in Rechtsunsicherheit geraten wollen. Manche IT-Abteilung ist von diesem Aufwand für das Lizenz-Management überfordert.

Anstatt alles autark umsetzen zu wollen, bieten sich spezialisierte Dienstleister als kosteneffiziente Alternative an. Sie unterstützen bei der Definition der richtigen Strategie und helfen bei der akkuraten Umsetzung. Durch die umfangreichere Expertise und dem aktuelleren Know-how können sie oftmals bessere und kostengünstigere Lösungen finden. In Form von Managed-Services lassen sich sowohl das gesamte Lizenz-Management als auch nur Teilbereiche davon auslagern.

Die Komplexität im Software-Asset-Management wird bleiben und sogar zunehmen. Die alte kaufmännische Frage „Make or Buy“ wird diesen Bereich noch intensiver dominieren als bisher. Angesichts des Aufwandes dürften sich viele Unternehmen für eine Auslagerung entscheiden. Dadurch können sie sich auf ihre eigenen Kernkompetenzen konzentrieren und dennoch ein hochwertiges und kostenoptimiertes Lizenz-Management erreichen.

Der Autor ist Consultant Software-Asset-Management bei Comparex Deutschland.